Reiseberichte Thailand

4 Island Tour Koh Lanta – Unsere Reise-Erfahrungen & Preise aus Thailand

Wer sich bei seinem Koh Lanta Aufenthalt fragt: Was gibt es außerhalb des Hotels noch zu sehen und zu tun? Der sollte sich unbedingt die 4 Island Tour einmal genauer anschauen. Hierbei handelt  es sich um eine etwa 7 stündige Tagestour wo 4 umliegende Inseln von Koh Lanta angefahren werden. Bei dem Trip gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten wie Schnorchel-Gänge, Badestopps, Besuch einer Piraten-Höhle und Inselerkundungen. Wir haben die Tour bei unserer Thailand-Reise gemacht und berichten euch unsere Erfahrungen und erklären auf was Ihr achten müsst.

Wo Buche ich die Tour und wie sind die Preise?

Den Trip selber kann man ganz einfach vor Ort buchen. Sowohl in den größeren Orten wie Saladan als auch in den meisten Hotels gibt es von verschiedenen Agenturen Angebote. Wir sind bei uns im Hotel durch ein Flyer darauf aufmerksam geworden. Die Preise sind bei den meisten Anbietern relativ gleich und unterscheiden sich maximal um 100 Baht (2,50 €) pro Person. Fragt unbedingt vor der Buchung ob es sich um ein Longtailboot oder Speedboot handelt. Beim Speedboot sind meist mehr Touristen oben und der Thailand-Flair ist komplett weg. Ich rate euch daher eine Tour mit dem Longtailboot zu nehmen. Wir waren am Ende mit der “Green Group“ was neben “The4Island“ der größte Anbieter für diese Tour ist. Bei den meisten Anbietern ist die Tour relativ gleich aufgestellt:

Preis Dauer Anbieter
700-800 Baht (20 €) pro Person ca. 7 Stunden

Für euer Geld bekommt Ihr folgende Leistungen

  • Abholung vom Hotel bis zum Old Town Pier
  • Trinkwasser & frische Früchte auf dem Boot
  • Typisches Thai-Mittagessen
  • Schnorchelmasken & Flossen
  • Rettungswesten
  • Englischsprachigen Guide + Fahrer
  • Nationalpark Gebühren Inklusive
  • Den 4 Insel Trip

Longtailboot Abfahrt vom Lanta Old Town Pier

Wir wurden pünktlich gegen 8:30 vom Hotel mit einem Pick-Up abgeholt und sind dann Richtung Pier gefahren. Unterwegs haben wir noch an 2 weiteren Hotels ein Stopp gemacht und andere Gäste mitgenommen. Am Lanta Old Town Pier angekommen warteten wir noch etwa 20 Minuten auf die anderen Gäste bis wir zur Spitze des Bootsstegs laufen konnten. Dort angekommen waren wir erschrocken wie viel Leute es am Ende geworden sind. Es waren bestimmt 40 Mann die auf das Boot warteten. Zur Erleichterung gab es am Ende 2 Boote und die Gruppe hat sich aufgeteilt. 20 Mann sind natürlich nicht gerade wenig aber alles darunter wäre eine Privat-Tour die mit ca. 7000 Baht (180 €) pro Boot ordentlich ins Geld geht. Gegen 9:45 waren wir dann alle im Boot und konnten mit unserer Tour starten. Man sollte vor der Abreise unbedingt schauen, dass man ein schattigen Platz unter dem Sonnensegel bekommt. Ein Teil der Plätze sind in der puren Sonne. Das kann gerade zum Anfang nerven da man bis zum ersten Stopp ein Weilchen unterwegs ist.

Warten am Pier von Lanta Old Town
Lanta Old Town Pier: aufn Weg zum Boot
Unser Longtailboot für den Trip

Was gibt es bei der Four Island Tour zu sehen?

Wie der Name der Tour schon sagt werden beim Daytrip mindestens 4 Inseln angefahren. Warum mindestens? Ganz einfach. Da das Wetter und die Anzahl der Boote auf dem Wasser immer unterschiedlich sind, entscheiden die Guides wo man am besten schnorcheln oder baden kann. Bei windigen Wetter sind zum Beispiel einige Schnorchel stellen klarer als andere. Die Highlights wie Koh Mook & Koh Kradan sind allerdings immer mit dabei. Unsere Tour war so wie es die meisten Anbieter auch abfahren. Welche Inseln wir genau gesehen haben zeig ich euch in folgenden Abschnitt.

1. Koh Ngai

Nachdem wir vom Lanta Old Town Pier gestartet sind, waren wir erst einmal 45 Minuten auf offenen Wasser unterwegs. Danach erreichten wir die erste Insel Koh Ngai. Schon von weiten sind die langen weiße Stände und ein paar kleine Hotels zu sehen. Normalerweise hätten wir hier unseren ersten Island-Stopp gemacht. Allerdings meinten unsere Guides das wir dort kein Stopp machen sollten und die Zeit lieber für die anderen Insel nutzen. Somit sind wir “nur“ vorbei gefahren und haben vom Boot aus die Strände begutachtet. Die Unterwasserwelt sei wohl weniger spektakulär und der Strand an folgenden Inseln sei wohl schöner. Wir willigten alle im Boot ein und direkt zur nächsten Insel. Wir hatten aber auch schon vor dem Reiseantritt gelesen, dass Koh Ngai eher wenig zu bieten hat wodurch der Vorschlag von der Crew ok war.

kleiner Strand von Koh Ngai

2. Koh Chuek

Nur 10 Minuten nachdem wir an Koh Ngai vorbeigefahren sind erreichten wir unseren ersten Schnorchel-Stopp auf Koh Chuek. Wir haben den Anker direkt am Inselfelsen geworfen und hatten die Möglichkeit, für die kommenden 40 Minuten Schnorcheln zu gehen. Die Location war wirklich klasse. Am Felsen sind Stalagmiten förmige Steinformationen zu sehen und darin versteckt sich ein kleines Fischerhaus was nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Direkt darunter geht es dann ins Wasser und wir starteten unsere Schnorchel-Tour. Man schnorchelt um die kleine Insel die ganze Zeit am Insel-Riff entlang und hat mit einem Auge die blaue Tiefe sowie mit dem anderen Auge die Korallen am Riff im Blick. Es gibt verschiedene Fischarten die einem bei schwimmen begleiten. Meistens handelt es sich aber um kleine Fische die in Schwärmen an dir vorbeiziehen. Einige Fächerkorallen zeigen sich sehr Farbenfroh wobei andere eher grau wirken und weniger spektakulär sind. Die 40 Minuten im Wasser sind mehr als ausreichend und wir machten uns danach direkt weiter Richtung Koh Kradan.

Fischerhaus über Wasser auf Koh Chuek
Blick vom Wasser auf das Fischerhaus von Koh Chuek
Korallenfächer beim Schnorcheln von Koh Chuek
Die Unterwasserwelt von Koh Chuek

 3. Koh Kradan

Nach weiteren 30 Minuten fahrt haben wir dann die Insel Koh Kradan erreicht. Wir sind in den Süden der Insel gefahren und haben den Anker kurz vor der Insel geworfen um unseren nächsten Schnorchel-Gang zu machen. Diesmal waren wir im relativ flachen Wasser und konnten ganz entspannt über die Korallen schwimmen und beobachten was Unterwasser alles los war. Zwischen vielen Korallenfischen entlang gab es verschieden Korallenformationen. Hier war es aber weniger spektakulär als auf Koh Chuek. Man hatte gemerkt, dass die ersten hungrig wurden und relativ früh wieder den Weg zum Boot gesucht haben. Somit sind wir nach der 30 minütigen Runde im Wasser zum Paradise Beach auf Koh Kradan gefahren um dort unsere Mittagspause zu verbringen.

In Begleitung von Korallenfischen

Wir sprangen alle vom Boot runter und konnten zum ersten Mal des Tages Insel-Sandstrand unter den Füßen spüren. Ein tolles Gefühl gerade bei dem traumhaften Panorama von Koh Kradan. Der Strand geht gefühlt Kilometer weit und beherbergt einen Strand mit glasklaren blauen flachen Wasser. Genauso sieht das Paradies aus. Wir waren nicht die ein zigsten am Strand. Es gab einige Longtail- und Speed-Boote die dort Ihr Mittag verbrachten. Allerdings ist der Strand so weitläufig, dass man nicht das Gefühl hat von Touristen überlaufen zu sein.

Ein Traum von Badestrand
Fisch am Paradise Beach
Lecker Mittagessen auf der Tour

In den Minuten wo wir uns den Strand und die Location angeschaut haben, bauten unsere Guides das Mittagessen am Strand auf. Es gab typisches Thai Essen was vor der Abreise schon vorbereitet war. Lecker Reis mit einer thailändischen Hühnchen-Pfanne und einer kühlen Coke. Wir haben uns mit unseren Teller in ein schattiges Plätzchen am Strand verzogen und das Strandtreiben beobachtet beim Essen. Danach hatten wir noch etwa 45 Minuten um die Insel bzw. den Strand zu erkunden. Wir sind den Paradise Beach abgelaufen und haben im Wasser mit den Fischen geplantscht. Für mehr reicht es leider nicht aus. Man kann auf Koh Kradan noch auf die andere Seite der Insel laufen wo sich ein kleiner Strand ohne so viel Touristen versteckt. Wer also wie wir zu einem anderen Zeitpunkt nochmal auf die Insel fährt sollte dies unbedingt machen. Wir waren ein paar Tage später nochmal mit mehr Zeit auf der Insel und konnten sie erkunden. Dort hatten wir ein Privat-Boot von Koh Mook aus. Weitere Infos zu extra Touren, versteckten Stränden oder Kayak-Trips erhalten Ihr in unseren extra Reisebericht von Koh Kradan. Gegen 14 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zur nächsten gegenüber liegenden Insel Koh Mook.

Bäume liefern am Strand genug Schatten
Im Norden vom Paradise Beach
Ankunft chinesischer Reisegruppen

4. Koh Mook

Nach etwa 20 Minuten haben wir Koh Mook bzw. das Highlight der Insel erreicht. Die Emerald Cave oder auch Piraten Höhle genannt. Hier verbirgt sich ein versteckter Strand der nur durch eine Höhle schwimmend erreicht werden kann. Wir waren nicht die einzigsten vor Ort wodurch sich einige Touristen (vor allen Dingen Chinesen) vor dem Höhleneingang sammelten. Unser Guide vorne weg hat uns durch die 80 Meter lange dunkle Höhle geführt und uns im dunklen bei Laune gehalten da es für einige gespenstisch war. Wo wir am Ausgang der Höhle waren, ist das kleine Paradies erkenntlich geworden. Ein verlorener Strand inmitten einer Insel. Wir konnten sofort verstehen warum die Emerald Cave das Highlight der Tour ist. Mit uns waren so einige Touristen vor allen Dingen chinesische Reisegruppen die sich in Schlange positionieren um durch die Höhle geführt zu werden. Ein lustiger Anblick. Leider hatten wir am Strand gerade einmal 10 bis 15 Minuten was eindeutig zu wenig war um diesen wundervolle Ort richtig aufzunehmen. Nachdem wir relativ fix einige Bilder genommen haben ging es auch schon wieder zurück zum Boot.

Anfahrt auf Koh Mook
Höhleneingang zur Emerald Cave
Start zur Tour in die Emerald Cave

Von der Insel Koh Mook selber sieht man bei der Tour leider nicht viel. Zum Glück hatten wir ein paar extra Tage auf der Insel verbracht und konnten so der Höhle komplett ohne Touristen erkunden. Hier kommt es auf die Ankunftszeit an. Am besten kommt man zwischen 12 und 13 Uhr wenn die anderen Boote alle Mittagessen sind. Bei der 4 Island Tour erreicht man die Cave meist so gegen 14:30 wo die meisten Boote vor Ort sind und die Sonne leider nicht mehr auf den innenliegenden Strand scheint. Auch kann es passieren, dass man in der Nebensaison von Mai bis Oktober gar nicht durch die Cave schwimmen kann da das Wasser zu hoch steht oder die Wellen zu stark gegen die Felswand schlagen. Unseren Ausführlichen Reisebericht zur Emerald Cave oder Koh Mook mit Insider-Tipps findet Ihr auf unserer Seite.

Typisches Gruppenfoto einer chinesischen Reisegruppe
Informationstafel mit der Geschichte der Morakot Cave
Blick nach oben vom Strand aus
Höhlenausgang zu den Booten

5. Koh Ma

Nach Koh Mook machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Koh Lanta. Direkt auf dem Weg geht es an der kleinen Felseninsel Koh Ma vorbei. Hier handelt es sich nicht wirklich um eine Insel sondern eher um einen großen Stein im Wasser. Einige Guides machen hier zum Anfang der Tour ein Schnorchel-Stopp was sich aber eher nicht lohnen soll. Wir haben hier nur ein einfachen Stopp gemacht wo unser Guide uns die verschiedenen Flughunde am Fels zeigte und erklärte wie diese leben. Dazu gab es noch frisch aufgeschnittene Früchte wie Wassermelone oder Ananas. Danach waren es nur noch 45 Minuten bis zum Pier und wir konnten uns bei einer kalten Coke auf dem Deck weiter Sonnen.

Koh Ma vom Boot aus
Fledermäuse am Felsen
Frische Früchte auf dem Boot

Rückfahrt bis zum Pier & Hotel

Am Pier angekommen warteten auch schon die Pick-Ups um uns zu den Hotels zu bringen. Das ganze hatte wirklich gut geklappt wodurch die meisten am Ende auch ca. 40 Baht (1 €) pro Person freiwillig Trinkgeld gegeben haben.

Wartende Pick-Ups am Pier
Aufn Rückweg zum Hotel durch Koh Lanta

Packliste für 4 Island Tour

Bei so einer umfangreichen Tour sollte man nicht unvorbereitet starten. Es gibt viele Abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten wo einige Hilfsmittel nicht fehlen sollten. Wir haben für euch mal eine Packliste zusammengestellt was bei der Tour nicht fehlen darf:

  • Wasserfeste Tasche (DryBag)
  • Handtuch
  • Sonnencreme mind. 30+
  • Sonnenbrille
  • Basecap
  • Taucherbrille mit Schnorchel (falls man die vom Anbieter nicht nehmen will oder nicht genug da sind)
  • Badeschuhe
  • Unterwasser-Taschenlampe für die Höhle
  • Action-Cam
  • Unterwasserkamera oder wasserdichte Hülle fürs Handy

Beste Reisezeit für den Trip

Die beste Reisezeit für die 4 Island Tour liegt in der Hauptsaison zwischen Oktober und April. Hier ist das Wetter am besten und man hat kaum Regentage. Die Sicht zum Schnorcheln im Wasser ist klar und sauber. In der Nebensaison ist das Wasser aufgewühlt und es gibt viele Schwebeteilchen im Wasser wodurch man nicht viel sehen kann. Auch der Zugang zu Emerald Cave kann in der Nebensaison von den Guides  untersagt sein da die Wellen zu hoch schlagen und es zu gefährlich wäre dort hinein zu schwimmen. Des Weiteren ist es auf dem Meer so wellig, dass die Anfahrt mit dem Boot kein Spaß mehr machen kann. Die meisten Bootsführer wissen das aber schon im Vorhinein und weisen drauf hin. Ansonsten muss man es auf gutem Glück versuchen wenn man zum Beispiel im Juni dort ist.

Zusammenfassung & Bewertung

  • Ihr werdet von Hotel abgeholt was echt cool ist
  • Die Abfahrt hat sich durch die Menge an Leute etwas verzögern was zu viel Zeit gekostet hat
  • Schnappt euch ein schattigen Platz auf dem Boot
  • Schnorchelgänge waren sehr gut hier gab es gut was zu sehen Unterwasser
  • Koh Kradan ist einfach nur Traumhaft hier lohnt sich ein extra Besuch
  • Die Emerald Cave auf Koh Mook ist nicht ohne Grund das Highlight der Tour
  • Koh Chuek bietet neben ein tollem Riff auch ein tolles Panorama mit dem Fischerhaus übern Wasser
  • Auf Koh Ma gibt es nicht viel zu sehen ein Stopp ist eher unnötig

Ein Ablauf der Tour könnt Ihr auch im folgenden YouTube Video sehen:

[Gesamt:6    Durchschnitt: 3.7/5]

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