Reiseberichte Thailand

Bangkok Reisebericht – 3 Tage Tour-Tipps mit Ausflüge-Highlights

Die lebendige Metropole Bangkok ist die Hauptstadt von Thailand und neben den vielen  Inseln eines der beliebtesten Ziele im Land des Lächelns. Ganze 6,4 Millionen Einwohner mit einer besonderen Lebenseinstellung machen die quirlige Stadt zu etwas besonderen. Egal ob Tage oder Nacht. Man hat zu jeder Zeit das Gefühl, dass hier nie geschlafen wird und immer etwas los ist. Wer sein Urlaub in Thailand verbringt, kommt wie wir meist über Bangkok von Deutschland aus an. Wo andere Bangkok nur als Zwischenstopp auf dem Weg zu Ihrer Trauminsel sehen würden wir jeden raten hier ein Aufenthalt zu machen. Wir haben im März eine 3 tägige Rundreise in Bangkok gemacht und zeigen euch in folgenden Bangkok Reisebericht wie unser Programm war, was es zu sehen gibt und wie unserer Erfahrungen waren. Wer sich also die Frage stellt: Bangkok was tun? Ist hier genau richtig.

Anreise nach Bangkok

Unsere Reise startete einen kalten Morgen vom Berliner Flughafen Tegel aus. Die Flüge hatten wir schon 3 Monate vor der Abreise zu einem guten Kurs Thailand Flüge online richtig gebucht. Es ging mit Qatar Airways und einem Zwischenstopp in Doha direkt zum Bangkok Suvarnabhumi International Airport. Jeweils ca. 6 Stunden Flug und ein Zwischenaufenthalt in Doha von 2-3 Stunden machten das fliegen relativ entspannt. In Bangkok abends angekommen wurden wir vom Hotel abgeholt und sind im Dunkeln etwa 30 Minuten durch die Stadt. Nachdem wir eingecheckt hatten gab es noch 1-2 Stunden um die Umgebung bei Nacht zu erkunden. Dies hatten wir auch gemacht und die angrenzende Nachtmeile der Khao San Road besucht. Mehr Zeit als eine kurze Runde zu drehen und lecker Thai zu essen gab es nicht mehr. Zur Khao San Road selber komme ich später noch ausführlicher drauf zurück. Für den Anreisetag haben wir dann genug erlebt und wir bereiteten uns auf den nächsten Tag vor wo unsere 3 tägige Bangkok Rundreise begann.

Abflug von Berlin Tegel nach Bangkok mit 8599 km Entfernung

3 Tage Rundreise

Am Anfang waren wir uns unsicher wie viel Tage man im Bangkok wirklich braucht um die Stadt zu erkunden. Nach einigen gelesenen Reiseberichten später waren wir uns relativ sicher, dass 3 Tage die perfekte Reisedauer darstellen um die besten Highlights als  Ausflüge durchführen zu können. Wir wollten nicht nur von Tempel zu Tempel hüpfen und etwas außerhalb der Hauptstadt machen. So haben wir uns online ein Anbieter rausgesucht wo der Rundreise-Vorschlag schon nah an unsere Vorstellungen ran kam. Nach kurzer Absprache mit dem Online-Reisebüro wurde unsere Rundreise individuell für uns angepasst und wir waren 3 Tage mit tollen Highlights unterwegs. Unterteilt haben wir das Ganze in 3 unterschiedliche Tages-Abschnitte. Ein ganzen Tag wo wir die wichtigsten Tempel anschauen. Den zweiten Tag nutzen wir um uns die alte Hauptstadt Thailands namens Ayutthaya anzuschauen. Am dritten Tag ging es dann weiter raus um die Umgebung Bangkoks kennenzulernen. Wie jeder Tage bei uns genau aufgebaut war und was wir gesehen haben seht ihr wie folgt:

Tag 1: Bangkok Tempel-Tour

Der erste Tag stand ganz im Sinne einer buddhistischen Tempel-Tour. Bangkok bietet eine Vielzahl an Tempel. Ziel war es die bekanntesten und imposantesten Tempel anzuschauen. Gestartet sind wir gegen um 8 Uhr von Hotel aus. Fahrt am besten früh los und seit die ersten am Wunschtempel. So kann man zumindest am Morgen den großen chinesischen Touristengruppen die in Vielzahl per Bus angefahren werden voraus sein. Wer kein Guide hat sollte daran denken, dass es eine Kleiderordnung in den Tempeln gibt und man ein langes Tuch mitnehmen sollte um seine Beine oder Schultern zu bedecken. Ansonsten wird einem der Zugang zu den Tempeln verwehrt.

Königspalast & Tempel des Smaragd-Buddha (Wat Phra Kaeo)

Als erstes haben wir uns den Königspalast mit dem darin befindlichen Tempel des Smaragd-Buddhas angesehen. Sie ist die schönste Palastanlage Thailands und sollte das Hauptziel jeder Bangkokreise sein. Die ganze Anlage bietet eine Vielzahl an farbenfrohen Statuen, Pagoden & Tempeln. Besonders sind auch die sogenannten Yaks. Diese sind Tempelwächter die neben den Zugangstoren stehen. Inmitten der Anlage haben wir uns dann auch den Wat Phra Kaeo Tempel angeschaut wo der Smaragd-Buddha zu sehen ist. Hier war es so voll, das man teilweise anstehen musste um hinein zu kommen. Der ganze Palast ist sehr groß wodurch Ihr mindestens 1 Stunde braucht um alles zu sehen. Gerade wenn man noch Fotos schießen will.

Königspalast in Bangkok
Tempel des Smaragd-Buddha (Wat Phra Kaeo)
Am Eingang zum Königspalast

Tempel des Goldenen Buddha (Wat Traimit)

Ein weiterer Tempel den wir uns angeschaut haben war der Wat Traimit. Hier befindet sich ein ganz besonderer Buddha drin. Er besteht nämlich zum Großteil aus purem Gold. Dieser wurde schon vor  über 700 Jahren erschaffen aber erst 1955 als goldener Buddha erkannt.  Vorher war er von einem Gipsmantel umhüllt um das Gold zu verstecken. Erst bei Bauarbeiten ist der Mantel zufällig  abgeplatzt und das Gold schien hervor. Bis auf den Buddha ist der Tempel selber relativ klein unspektakulär. Von außen steht er zwischen vielen Neubauten wodurch er etwas unwirklich wirkt. Ein Fotomotiv ist er aber allemal.

Tempel des Goldenen Buddha (Wat Traimit)
Der goldene Buddha vom Wat Traimit

Tempel der Morgenröte (Wat Arun)

Der Wat Arun Tempel liegt direkt am Chao-Phraya- Fluss und war bei unseren Besuch leider nicht komplett zu betreten. Der Haupt-Prang in der Mitte mit seinen 4 großen Treppen wurde zu der Zeit restauriert wodurch er nicht zu betreten war.  Die ganze Anlage sieht vor Ort gar nicht so groß aus. Betrachtet man den Tempel aber von der anderen Flussseite zeigt er sein Größe. Sein Namen verdankt er dem Sonnenuntergang wodurch der Tempel wundervoll ins Licht gerückt wird. Wir waren allerdings im Laufe des Tages da und konnten dieses Spektakel nicht sehen.

Tempel des liegenden Buddha (Wat Pho)

Nur wenige Meter neben dem Königspalast liegt die Wat Pho Tempelanlage. Sie ist zu Fuß einfach zu erreichen und beherbergt den berühmten liegenden Buddha. Dieser ist ganze 45 Meter lang kaum mit der Kamera auf ein Bild zu bekommen. Im Tempel des Buddhas sind viele kleine Töpfe für Geldspenden in Reihe aufgestellt. Man hört die ganze Zeit die Münzen klimpern. Wir hatten Glück, dass es relativ ruhig war und wir entspannt durchlaufen konnten. Zu machen Zeiten sollen sich hier auch lange Schlangen bilden um den Buddha zu sehen. Im Rest der Tempelanlage gibt weitere kleine Tempel, Prangs und eine gepflegte Grünanlage. Hier lässt es sich aushalten und so vergingen 60 Minuten schneller als gedacht. Der liegende Buddha zählt mit unter den TOP Sehenswürdigkeiten Bangkoks.

riesiger Kopf vom liegenden Buddha des Wat Pho
liegender Buddha vom (Wat Pho)

Golden Mount Tempel (Wat Saket)

Auf unserer Tour war der Wat Saket Tempel gar nicht geplant. Allerdings hatten wir am Nachmittag noch Zeit und somit die Option zum Hotel zu fahren oder ein weiteren Tempel anzuschauen. Unser Guide hat den Golden Mount Tempel vorgeschlagen und wir willigten ein. Dort angekommen waren wir mehr als überrascht. Ein künstlich erschaffener 88 Meter Berg worauf sich ein Tempel befindet. Es waren kaum Touristen vor Ort und wir konnten ganzen entspannt nach oben zum Tempel laufen. Auf dem Weg gibt es viel Natur und eine Reihe an auf gehangenen Glocken zum Läuten. Je weiter man über die mehr als 300 Stufen nach oben gelangt desto mehr bekommt man eine Übersicht über Bangkok. Der Tempel selber ist eher zweitranging und von oben schon fast langweilig. Die Aussicht ist hier das Hauptziel.

Aufstieg zum Golden Mount Tempel (Wat Saket)
Tempelfigur am Golden Mount Tempel

Bangkok Tempel Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Tempel Öffnungszeiten Eintrittspreis
Wat Phra Kaeo (Königspalast) 8:30 – 15:30 500 Baht p.P.
Wat Traimit (Tempel des Goldenen Buddha) 8:00 – 17:00 40 Baht + 100 Baht Museum p.P
Wat Arun (Tempel der Morgenröte) 7:00 – 17:00 50 Baht p.P.
Wat Pho (Tempel des liegenden Buddha) 8:30 – 18:00 100 Baht p.P.
Wat Saket (Golden Mount Tempel) 7:30 – 17:00  20 Baht p.P.

Tag 2: Ayutthaya

Am unseren zweiten Tag in Bangkok ging es in die alte Hauptstadt Thailands namens Ayutthaya.  Die Stadt ist wie auf einer Insel inmitten des thailändischen Festlandes gelegen von 3 Flüssen umgeben. Seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe ist ein beliebtes Reiseziel außerhalb Bangkoks. Früher standen hier mal über 500 Tempel und ganze Paläste. Heute kann man nur noch erahnen wie groß die Stadt war. Es sind leider nur noch Bruchteile gut erhalten. Alle anderen sind so zerstört das sie als Reiseziel gar nicht infrage kommen. Aber das was noch übrig ist beeindruckt gewaltig. Wir waren etwa 1 Stunde von Bangkok aus mit dem VAN bis Ayutthaya unterwegs und haben uns die Stadt einmal  genau angeschaut.

Sommerpalast (Bang Pa-In)

Als erstes starteten wir mit dem Sommerpalast der 1632 erbaut wurde und den verschiedenen Königen als Sommerresidenz diente. Der gesamte Palast ist wie ein großes Gelände aufgebaut wo verschiedene Pavillons zu besuchen sind. Dazu gibt es ein inneren und ein äußeren Bereich. Der innere Bereich war früher nur für die Königfamilie zugänglich und dadurch nutzbar. Wir waren etwa 90 Minuten dort und haben uns einige Pavillons von innen angeschaut. Dort wird mit historischen Erläuterungen und verschiedenen Utensilien von früher gezeigt wie Königsfamilie im Sommer gelebt hat. Im inneren Bereich gibt es den Hor Withun Thatsana Aussichtsturm zu ersteigen. Hier sollte jeder einmal hoch da es von oben einem guten Blick über das sehr gepflegte Gelände hat. Nach der Besichtigung hatten wir uns dann langsam auf dem Weg zum Boot gemacht wo es tiefer in die Stadt Ayutthaya ging.

bunter Aussichtsturm (Hor Withun Thatsana) vom Sommerpalast
goldener Aisawan-Dhipaya-Asana-Pavillon von Bang Pa-In

Mit dem Longtailboot über dem Chao Phraya Fluss zum Wat Phanan Choeng

Bevor es ins Longtailboot ging hatte unser Guide erst einmal ein Stopp beim Früchtehändler gemacht und uns eine Sammlung an Thai typischen Früchten geholt. Diese konnten wir aufn Weg zum Boot ganz genüsslich probieren und wussten direkt, dass es kein Vergleich zu den geschmacklosen tropischen Früchten in Deutschland ist. Darauf ging es ins Boot auf dem Weg zum Wat Phanan Choeng Tempel. Wir waren etwa 45 Minuten auf dem Chao Phraya Fluss unterwegs und konnten dabei verschiedene kleine Stadtteile am Fluss beobachten.  Der Chao Phraya ist eine 370 km lange Hauptschlagarder Bangkoks und war früher einer der wichtigsten Handelswege der Stadt.

Der Wat Phanan Choeng Tempel liegt direkt am Wasser wodurch wir vom Boot regelrecht in den Tempel gefallen sind. Der Tempel wurde noch vor der Erschaffung Ayutthayas erbaut und wird besonders von vielen Chinesen besucht. Grund liegt in einer Geschichte wonach sich hier eine chinesische Prinzessin umgebracht haben soll und dadurch extra ein Schrein errichtet wurde. Im Inneren gibt es großen riesigen Buddha der von 6 großen Säulen umgeben ist. Wo wir vor Ort waren gab es gerade eine Zeremonie wo viele Gläubige mit orangenen Gewändern bedeckt waren die vom Buddha aus verlegt hingen. Nach der Zeremonie wurden vor dem Buddha viele Opfergaben gelegt die für ein gutes Karma sorgen sollen.

Buddha vom Wat Phanan Choeng Tempel
Tempel Zeremonie im Wat Phanan Choeng

Wat Yai Chai Mongkhon

Es ging weiter mit dem Auto bis zum Wat Yai Chai Mongkhon. Schon bei Ankunft sieht man, dass es sich hier um eine andere Art Tempel handelt. Von außen sind schon vom weiten 2 große Chedis zu sehen. Das ganze Gelände ist wie ein großer Garten aufgebaut. Um rum viele kleine Buddha Statuen die in orangen Gewändern eingehüllt sind. Die große Zentrale Chedi kann man besteigen und hat von da eine gute Übersicht über das Gelände. Nachdem wir einmal um die Chedis gelaufen sind ging es weiter zu dem liegenden Buddha. Dieser ist natürlich kein Vergleich zum Wat Pho aber er dient dennoch vielen als Möglichkeit seine Opfergaben zu übermitteln. Dies passiert in Form von Plattgold oder orangen Tüchern. Die Tempelanlage ist insgesamt nicht wirklich groß wodurch wir nicht viel Zeit brauchten. Das war auch gut so da es direkt darauf zum Wat Phra Si Sanpetch Tempel ging was die typischen Fotos für Ayutthaya liefert.

Ankunft am Wat Yai Chai Mongkhon Tempel
Blick vom Chedi auf Wat Yai Chai Mongkhon
sitzende Buddhas am Wat Yai Chai Mongkhon Tempel

Wat Phra Si Sanpetch

Der Wat Phra Si Sanpetch war der größte und schönste Tempel Ayutthayas und wurde ausschließlich für königliche Zeremonien genutzt. Der Kern der Tempelanlage besteht aus 3 Chedis  die 1492 und 1592 erbaut wurden. Im Jahr 1767 wurde die Stadt von Birmanen erobert wodurch die Tempelanlagen stark zerstört wurden um das Gold einzuschmelzen. Dies zeigt sich besonders stark am Wat Phra Si Sanpetch Tempel wo fast alles um rum der 3 Chedis stark zerstört wurde. Das gesamte Tempelgelände ist nicht sehr groß wodurch man in 30 Minuten alles erkunden kann. Im Zentrum sind die 3 Chedis relativ gut erhalten und geben ein beeindruckendes Bild wieder. Die Tempelgebäude darum sehen nicht mehr so gut aus wodurch man die Dimensionen nur noch anhand der Ruinen erahnen kann. Viele Touristen waren komischerweise nicht vor Ort. Dies überraschte doch sehr obwohl der Tempel ein Aushängeschild für die Stadt Ayutthaya ist. Man kann ihn mit dem Wat Phra Kaeo Tempel in Bangkok vergleichen was die beliebteste Tempelanlage ist.

Chedis von Wat Phra Si Sanpetch Tempel in Ayutthaya
Reste der Ayutthaya Wat Phra Si Sanpetch Tempel-Anlage
Blick auf eine Chedi vom Wat Phra Si Sanpetch

Viharn Phra Mongkol Bophit

Direkt neben der Wat Phra Si Sanpetch Tempelanlage liegt der Viharn Phra Mongkol Bophit Tempel. Er ist nur 50 Meter südlich vom Wat Phra Eingang entfernt und sollte unbedingt mit angeschaut werden beim Besuch. Im inneren befindet sich eine der größten Bronze Buddha Statuen des Landes. Mit über 12 Metern Höhe und 9 Metern Breite stand die Statue früher komplett im Freien. Erst 1706 wo der Buddha schwer beschädigt wurde entschied man sich darum ein Tempel zu bauen. Sobald im Tempel eingetreten ist merkt man, dass der Tempel später erbaut wurde. Er wirkt wie ein viel zu kleines Dach. Die Statue übergroß und der Tempel dagegen wie ein schnell erschaffenes Regendach. Einen deutlichen Vergleich sieht man zu den in Bangkok befindlichen Tempeln. Dort bieten die Tempel den Statuen viel mehr Luft und man hat als Besucher mehr Freiraum. Auf der Rückseite des Tempels befinden sich noch kleine Schiffe um Opfergaben zu übergeben. Wir hatten ein paar Münzen eingeworfen und hofften somit einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Anlage geleistet zu haben.

Tag 3: Außerhalb von Bangkok

An unseren dritten Tag sollte es raus aus Bangkok gehen. Wir hatten von großen Tempeln vorerst genug und haben uns auf etwas anderes gefreut. Es ging 50 km nordwestlich von Bangkok mit dem Auto raus. Dort haben wir uns verschiedene namenhafte Sehenswürdigkeiten der Umgebung angeschaut und waren endlich Abseits der vielen Touristen in Bangkok.

Train-Market

Bevor es so richtig aus Bangkok raus ging haben wir uns noch den Maeklong Train Market in Bangkok angeschaut.  Dieser war etwa  30 Minuten von unserem Hotel entfernt und ist am besten per Fuß vor Ort zu erkunden. Der Markt hat seinen Namen weil Tag für Tag viele Händler aus der Region Ihre Waren direkt auf der Schiene anbieten. Das wäre alles kein Problem wenn nicht jeden Tag Züge darüber fahren würden. Und genau das macht den Markt weltweit bekannt. Erst wenn der Zug über die Schienen anrollt nehmen die Händler Ihre Waren nur soweit von der Schiene wie der Zug braucht.

Bangkok Train-Market

Es gibt 2 verschiedene Versionen warum die Händler sich genau diesen Ort ausgesucht haben. Einmal weil sie dort keine Standgebühren zahlen müssen und der andere weil sie an Ihren Traditionen hängen und den Platz trotz Zug nicht aufgeben wollen.  Am besten erlebt man den Markt natürlich wenn der Zug einfährt und man mitten im Markt zwischen Obst & Gemüse steht.  Gefährlich ist das Ganze nicht wirklich. Der Zug fährt mit Schrittgeschwindigkeit die Strecke entlang.  Spätestens wenn alle Händler um dich rum Ihre Sachen von der Strecke räumen weißt du, dass es Zeit ist von der Gleise zu hüpfen. Zu dem Zeitpunkt wo wir dort waren fuhr leider kein Zug da sie außerhalb Bauarbeiten an den Schienen durchgeführt haben.  Normalerweise fährt der Zug in verschiedenen zeitabständen etwa 8-mal am Tag durch den Markt. Auch ohne Zug war es für uns ein Erlebnis über die Schienen zu wandern und dabei die verschiedenen Angebote der Händler zu begutachten.

Händlerstand vom Train-Market

Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom

Nachdem wir aus Bangkok raus waren haben wir ein Stopp in Nakhon Pathom gemacht um den größten Chedi Thailand zu sehen. Dieser nennt sich Phra Pathom Chedi und ist mit seinen 127 Metern im 4. Jahrhundert errichtet worden. Um dem Chedi  herum befindet sich ein kreisrundes Gebäude wo Geschichten aus der Vergangenheit erzählt werden und Opfergaben gekauft bzw. niedergelegt werden können. Dazu gibt es neben einer liegenden Buddha Statue auch viele kleine die am Außenring des Gebäudes angeordnet sind. Da der Phra Pathom Chedi relativ weit von Bangkok entfernt liegt kommt man auch in den Genuss ohne Touristen zu begutachten.

Eingang vom Phra Pathom Chedi
Mönch vom Phra Pathom Chedi

Sanam Chan Palast

Weiter ging es zur Sanam Chan Palastanlage die ebenfalls wie der größte Chedi in Nakhon Pathom liegt. Hierbei handelt es sich um eine königliche Anlage die für Rama VI. erbaut wurde. Das ganze Gelände ist sehr groß und beherbergt 5 verschiedene Gebäude die besichtigt werden können. Das Hauptgebäude und auch Highlight des Palastes steht im Zentrum und nennt sich Chaleemongkolasana-Residenz. Dabei sind gleich 3 verschiedene Gebäudeteile miteinander verbunden und zeigen dabei verschiedene Baustile aus dem asiatischen und europäischen Raum. Zwei Hauptgebäude sind durch eine Fachwerkbrücke verbunden die man auch begehen kann. Im inneren der Gebäude gibt es viel Historisches zu lesen um die Geschichte kennenzulernen.  Für das ganze Gelände hatten wir nicht wirklich viel Zeit wodurch wir auch nach 50 Minuten schon wieder raus waren. Am Ende nicht wirklich wild da wir im geschichtlichen eher muffeln sind und mehr Zeit für visuelle Highlights nutzen wollten. Somit ging es wieder ab ins Auto Richtung Home Krateng.

Fachwerkbrücke vom Sanam Chan Palast

Klong Kone: Mangroven, Muschelsammler & schwimmende Affen

Als nächstes ging es dann ins Dorf Klong Kone. Das Dorf ist direkt an verschiedenen Wasserfeldern und Kanälen gelegen wodurch man ein guten Zugang zu den anliegenden Mangroven hat. Im Dorf angekommen gab es für uns erst einmal ein leckeres Mittagessen. Uns wurde frischer Fisch & Krabben mit viel Gemüse gereicht was schon mit unserer Tour bezahlt war. Kurz darauf ging es dann für uns ein traditionelles Boot über womit wir in Richtung einer Muschelfarm gefahren sind. Auf dem Weg dorthin konnten wir verschiedene Muschelsammler beobachten wie sie die Muscheln vom flachen Wasser einsammelt. Um rum viele kleine Häuschen auf Stelzen im Wasser wo die Sammler leben und übernachten.

Muschelsammler von Klong Kone

Weiter raus haben wir es dann zu den riesen Muschelfeldern geschafft wo über große Trassen die Muscheln im Meer gezüchtet werden. Nach einer kurzen Begutachtung ging es dann weiter zu den Mangroven wo es eine Stelle mit schwimmenden Affen gibt. Bei der Ankunft waren nur wenige Affen vor Ort. In dem Moment wo unser Guide die Bananen ausgepackt hat, wurden es immer mehr bis wir dachten es wäre eine Invasion. Es waren so viele, dass wir teilweise dachten sie wollen unser Boot entern und sie mit einem Stock fern halten mussten. Nachdem alle Bananen verfüttert waren und wir doch noch ohne Blessuren daraus sind ging es wieder zurück vorbei an den Muschelsammlern.

Muschelzucht von Klong Kone
Klong Kone Mangroven-Tour mit schwimmenden Affen

Bangkok Nachtleben

Die Hauptstadt ist bekannt für Ihr vielseitiges Nachtleben wo für jeden ein Erlebnis parat steht.  Um die besten Plätze zu erleben fährt man am besten mit dem Skytrain durch die City. Hierbei handelt es sich um eine Hochbahn die über dem Auto-Verkehr fährt und somit unabhängig von den überfüllten Straßen in Bangkok ist. Hiermit kommt man innerhalb weniger Minuten zu den besten Stationen der Stadt um feiern zu gehen. Die beliebtesten Stadtteile bzw. Hotspots sehen wie folgt aus:

  • Sukhumvit Road mit Shopping Center, Rotlichtviertel und vielen Clubs
  • Khaosan Road & Soi Rambuttri Szene-Viertel mit vielen Bars, Kneipen & Garküchen
  • Royal City Avenue (RCA) mit vielen Clubs
  • Soi Cowboy größtes und buntestes Rotlicht-Viertel

Khao San Road

Da wir für Bangkok nur 3 Tage geplant hatten war es natürlich kaum möglich sämtliche Party-Viertel der Stadt komplett zu erkunden. Wir hatten uns daher auf die  Khaosan Road konzentriert und unser Hotel direkt in der Nähe gewählt. Nach unseren täglichen Bangkok-Trips war es für uns einfach innerhalb wenigen Minuten zur Khaosan Road zu laufen. Die berühmte Partymeile ist bekannt für seine vielen Bars & Kneipen. Zum Abend ist hin ist es meist überfüllt und von jeder Ecke strömt extrem laute Musik. Vor den Bars stehen angestellte die einen mit Frei Drinks oder Live Bands hineinlocken wollen. Zwischen den ganzen Kneipen gibt es viele kleine Essensstände mit typischen Thai Street Food. Wer darauf keine Lust hat kann auch am Ende der Khaosan Road zu KFC oder McDonalds gehen. Die Straße ist sehr lebhaft und man wird alle 100 Meter gefragt ob man eine Ping Pong Show besuchen will. Bei dieser sexuellen Show wird man eher übers Ohr gehauen und bekommt nicht sehr ansehnliche bzw. unmotivierte Frauen zu sehen.  Der Tourist wird hier als Gelddruckmaschine gesehen.

Khao San Road am Abend
Crispy Pancake-Stand an der Khao San Road

Geheimtipp! Soi Rambuttri

Bei der Soi Rambuttri handelt es sich um eine Nebenstraße von der Khao San Road. Sie ist aus meiner Sicht ein absoluter Geheimtipp gegenüber der überfüllten Khao San Road. Das hat ganz einfache Gründe. Sie ist 3-mal so lang und um Längen nicht so laut und von Touristen belagert. Alles wirkt entspannter und man hat weniger das Gefühl abgezogen zu werden. Es gibt mehr Thai typische Garküchen wo man sich auch zum Essen hinsetzen kann. Die ganze Straße entlang lässt es sich besser schlendern und wird dabei nicht erdrückt. Wir haben uns zu 80 % die 3 Abende fast nur dort aufgehalten. Natürlich wird man auch hier regelmäßig auf Ping Pong Shows angesprochen. Neu war es, dass man mir regelmäßig versucht hat  einen Anzüge zu verkaufen. Für jeden ist auf der Rambuttri Road etwas dabei. Darunter sind folgende Arten an Ständen & Bars vertreten:

  • Thai Garküchen
  • Kebab-Pita Stände
  • Kokosnuss-Eiscreme Wagen
  • kleiner Supermarkt
  • Pancake-Stände
  • Thai Restaurants
  • Getränke-Bars mit Livemusik
  • Fischgrill-Stände
lebhafte Soi Rambuttri Road am Abend
lecker Nutella-Pancake auf der Soi Rambuttri Road

Essen in der Hauptstadt

Aus meiner Sicht bietet Bangkok mit das beste Street Food in der Welt. Besonders wenn man asiatisches Essen mag. Es wirkt einfach und sieht für den Europäer auf den ersten Blick unsauber aus. Dies ist es keinesfalls. Ich behaupte sogar, dass es sauberer ist als in Europa. Alles wird frisch gemacht und die Thais sind eines der saubersten Menschen die ich kenne. Von reinen Restaurants die von außen einen hochwertigen europäischen Eindruck machen rate ich eher ab. Das Essen hat dann nix mehr mit der thailändischen Küche zu tun und ist eher durchschnittlich. Diese Erfahrungen hatten wir zumindest gemacht. Je mehr einheimische bei einer Garküche waren desto besser war das essen. Typisch für die thailändische Küche sind gegrillte Meeresfrüchte sowie Hühnchen in verschiedenen Nudel- und Reisvariationen mit asiatischem Gemüse. Das einhemischer Chang Bier sollte unserer Meinung auch bei jedem Gericht mir auf dem Tisch stehen.

Unser Tipp! Lasst die Finger von amerikanischen bzw. eurpäischen FastFood und geht in die kleinen Street Food Garküchen!

authentisches Thai-Street-Food auf der Soi Rambuttri
typische Thai-Garküche zum Abend

Chinatown Bangkok

Von der Khao San Road aus hatten wir uns ein Tuk-Tuk genommen um einmal durch Chinatown zu schlendern. Dort angekommen blinkten uns schon die riesen Leuchtreklametafeln in chinesischen Schriftzügen entgegen. Viele kleine Läden & Stände neben der Straße booten alles an was man in irgendeiner Weise essen kann. Dadurch, dass auf der Straße ein großer Verkehr herrschte kam aber irgendwie keine Stimmung auf. Man ist mit den Menschenmassen an der Seite langelaufen und hat auf die verschiedenen Grills & Woks ein Blick geworfen. Wir sind die große Straße einmal hoch und wieder runter ohne Begeisterungssprünge zu machen. Man hatte weder Lust auf ein Snack noch auf ein Drink. Wir hatten uns danach wieder ein Tuk-Tuk gerufen und machten uns wieder auf den Weg zur Soi Rambuttri. Chinatown hätten uns schenken können.

Chinatown Bangkok

Unser Unterkunft  in Bangkok: Das Nouvo City Hotel

Wenn es nach Bangkok geht hat man in so einer großen Stadt die größte Auswahl an Hotels. Genau das ist meist ein Problem. Fragen die man sich oft stellt sind:

  • In welchen Viertel sollte das Hotel sein?
  • Was muss ich für ein gutes Hotel bezahlen?
  • Brauch ich ein Pool im Hotel?

Diese Fragen hatten wir uns zumindest gestellt. Uns war es wichtig, dass wir am Abend über Märkte schlendern können und Thai typisches Essen mit einem Bier bekommen. Nach langer Recherche sind wir dann auf die Khao San Road gestoßen wo auch unser Hotel liegen sollte. Danach ging es auf der Suche nach günstigen Preisen wofür wir die bekannten Hotel-Preisvergleiche nutzen. Am Ende sind wir bei den 4 Sternen Nouvo City Hotel für 70 € inkl. Frühstück die Nacht gelandet. Das war für uns schon purer Luxus auch wenn man oft schon  für 45 € die Nacht gute Hotels bekommt. Ein Pool wollten wir unbedingt dabei haben da es nix besseres gibt als zum Abend hin mit Blick über Bangkok ins Wasser zu springen.  Unser Hotel lag nur 400 Meter von der Soi Rambuttri Road entfernt wodurch man total einfach jeden Abend hinlaufen konnte. Das Zimmer war auf einen sehr hohen Standard und ruhig gelegen. Frühstück gab es mit direkten Blick auf den anliegenden kleinen Fluss. Insgesamt können wir das Hotel mehr als Empfehlen auch wenn es etwas teurer ist.

Unser Hotel-Zimmer im Nouvo City Hotel Bangkok
Poll am Abend vom Nouvo City Hotel

Packliste: Was muss mit ?

Wer seine Reise nach Bangkok antritt sollte sich vorher genau  vergewissern, dass er auch alles für den Trip eingepackt hat. Auch wenn es sich hier um die größte Stadt Thailands handelt die versucht den internationalen Standards immer mehr gerecht zu werden, befinden wir uns immer noch in Südostasien wo Temperaturen, Mentalität oder Tiere in einer ganz anderen Liga als bei uns in Deutschland spielen. Daher habe ich für euch eine kleine Bangkok Packliste verfasst mit dem was Ihr für die Reise eingepackt haben solltet.

  • Tagesrucksack (für Wasser, Klamotten etc.)
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme mind. +30
  • kurze Hosen & Shirts
  • Basecap (gegen die Sonne)
  • Laufschuhe oder Trekkingschuhe
  • Tablet bzw. Notebook
  • Digitalkamera oder Action-Cam
  • Antimückenmittel
  • kleine  Reiseapotheke
  • Bargeld und Kreditkarte
  • Kofferschloss
  • Reise- & Versicherungsdokumente

Beste Reisezeit

Die beliebteste Haupt-Reisezeit für Bangkok liegt im Dezember bis Februar. Die Temperaturen liegen hier am Tag bei etwa 30 Grad und fallen in der Nacht auf entspannt 22 Grad. Es regnet so gut wie nie und die Luftfeuchtigkeit treibt einen nur wenige Schweißperlen von der Stirn. Ab Mai gehen die Temperaturen auf 40 Grad und die Luftfeuchtigkeit erreicht durch den ersten starken Regen ein Anteil von bis zu 80 % was auf Dauer unangenehm werden kann. Wer dennoch in der Regenzeit von Juni bis August Reisen will sollte danach unbedingt Insel im Golf von Thailand wie Koh Samui ansteuern. Dort herrscht ein etwas anderes Klima wodurch die Reisezeit besser ist und das Wetter mehr Spaß macht.

Zusammenfassung & Bewertung

  • Ihr solltet mindestens 3 Tage für Bangkok einplanen um ein guten Eindruck zu bekommen
  • Macht nicht zu viele Tempel in Bangkok und sucht Abwechslung! Nach einem Tag Tempel-Hopping hat man die wichtigsten gesehen
  • Bangkok ist von Flüssen durchzogen. Schnappt euch ein Longtailboot und schaut euch die Stadt vom Wasser an
  • Nehmt euch für Ayutthaya ein ganzen Tag. Die hemealige Hauptstadt bietet viel
  • Der Train-Market ist eun muss! Wartet unbedingt auf die Einfahrt eines Zuges
  • Wer von Touristen genug hat sollte raus nach Klong Kone in die Magroven
  • Stürzt euch in Bangkoks Nachtleben. Unser Favorit war die Soi Rambuttri Road
  • Ignoriert die großes Restaurants und probiert die typischen Garküchen auf der Straße
  • Nutzt als Backpacker den Skytrain um schnell durch Bangkok zu kommen
  • Spart euch ChinaTown. Wir fanden es mehr als langweilig
  • Am besten erlebt Ihr die Stadt von Dez bis Feb wenn es kaum regnet und die Temperaturen erträglich sind

Bangkok ist eine lebhafte Stadt was Ihr im folgenden YouTube Video auch sehen könnt:

[Gesamt:9    Durchschnitt: 4.7/5]

3 Comments

  1. Wow Ihr wart ja in den 3 Tagen Bangkok mega aktiv. Euer Reisebericht gibt uns gerade eine super Inspiration für unsere Bangkok-Tour im April. Wir haben noch keine Ahnung was wir machen wollen und fahren einfach auf Backpacking Art los. Danach wollen wir mal schauen wo es uns danach hintreibt. Viele Sehenswürdigkeiten auf eurer Tour haben wir uns notiert und werden wir auf jeden Fall auch angehen. Euer Hotel wäre uns klar zu teuer aber zum Glück gibt es dort für wenige Euro Backpacker Unterkünfte.

  2. Hi, der Reisebericht klingt echt total spannend und sehr interessant, wir planen auch ein paar Tage Bangkok vor unserem Badeurlaub. Mögt ihr uns erzählen bei wem ihr die drei Tage online gebucht habt ? Ihr scheint ja sehr zufrieden gewesen zu sein ….. 🙂
    Vielen Dank schon mal vorab für die Info!

    1. Hallo Susanne,

      es freut mich das ich dir mit dem Bangkok Reisebericht etwas Inspiration geben konnte. Gebucht haben wir die Tour über die in Bangkok ansässige Sri Siam Holidays Agentur die auch deutsche Reiseberater haben. Einfach mal googeln 😉

      Gruß Rico

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