Reiseberichte Tschechien

Prag Reisebericht 3 Tage Kurztrip mit unseren Tipps & Erfahrungen

Raus aus der Großstadt! Auf andere Gedanken kommen! Genau das hatten wir uns im Laufe einer anstrengenden Arbeitswoche gedacht. Und so hatten wir uns für ein Wochenende in Prag entschieden. Von Berlin aus nicht weit entfernt und den Ruf günstig zu sein ging es dann an einem Freitagnachmittag für 3 Tage Richtung der tschechischen Hauptstadt. Wir brauchten ein Mix aus Entspannung und mal etwas anders sehen als die Wohnung oder den Arbeitsplatz. Dies haben wir in Prag gefunden und zeigen euch im folgenden Prag Reisebericht unsere Reise-Erfahrungen & interessante Orte der Stadt.

Anfahrt mit Bahn, Bus, Auto oder Flug?

Das wichtigste für den Start ist natürlich die Frage: Wie komme ich nach Prag?

Wir sind von Berlin aus mit dem EuroCity (EC) der Bahn gefahren und waren nach 4 Stunden in 30 in Prag. Das Ganze hat uns pro Person etwa 50 € Hin- & Zurück gekostet, was mehr als fair ist. Die Fahrt war relativ langsam aber super entspannt um sich mit dem Reiseführer auf die Stadt vorzubereiten. Mit dem Auto wären es etwa 350 km gewesen die wir uns ungern mit dem Auto antuen wollten. Dazu bleibt vor Ort noch die Frage wo man das Auto stehen lässt wenn man kein Hotel oder Airbnb Wohnung mit Parkplatz hat.

Ankunft am Hauptbahnhof Prag

Da die Bahn seit einiger Zeit stark mit den Busunternehmen wie Flixbus konkurriert hatten wir naürlich auch ein Blick riskiert. Die Preise lagen hier wie bei der Bahn bei etwa 50 € pro Person bei gleicher Reisedauer. Wir hatten uns hier aber dagegen entschieden. Die Bahn ist in dem Fall einfach Bequemer als der Bus und man kann sich Beine in der Zeit eher vertreten.

Eine Überlegung war per Flug anzureisen. Dies hätte uns bei AirBerlin etwa 100 € pro Person Hin- & Zurück gekostet und wäre mit 55 Minuten Flugzeitig eindeutig schneller gewesen. Allerdings wollten wir den Wochenendtrip für uns günstig halten und somit ist es die Bahn geworden. Beim Flug muss man dazu auch die An- & Abreisezeiten zum Flughafen sehen die teilweise erheblich sein können und man am Ende zeitlich gleich mit der EuroCity kommt.

Wie ist man am besten in der Stadt unterwegs?

Am Prag HBF angekommen ging es für uns erst einmal mit der Straßenbahn zum Hotel. Die Ticketpreise hier sind sehr günstig wodurch man bei der einfachen Fahrt schon für 90 Cent bzw. 24 Kč durch die Stadt kommt. Allerdings mussten wir schon nach kurzer Zeit feststellen, dass man über den Tag verteilt am besten zu Fuß  durch die Stadt kommt und die Straßenbahn nur ganz vereinzelt braucht. Alle Sehenswürdigkeiten liegen relativ zentral und können ganz einfach erlaufen werden. Nur abgelegene oder hohe Punkte am Stadtrand sind besser mit der Straßenbahn oder U-Bahn zu erkunden. Wer dennoch zu faul ist alles zu erlaufen muss als Erwachsener mit folgenden Straßenbahn-Kosten rechnen:

Nahverkehr-Ticket Preis (Erwachsene)
30 Minuten Fahrt 24 Kč / 0,90 €
90 Minuten Fahrt 32 Kč / 1,20 €
Tagesticket 110 Kč / 4,20 €
3-Tage Ticket 310 Kč / 11,70 €

Kleinkinder bis 6 Jahre fahren kostenlos. Kinder zwischen 6 & 15 Jahren bezahlen nur 50 % der Ticketpreise.

Straßenbahn in Prager Neustadt

Prager Altstadt

Das bekannteste und beliebteste Ziel der Stadt ist die Prager Altstadt. Sie ist die wichtigste von 4 Stadtteilen und bildet das Zentrum wo auch die meisten sowie schönsten Sehenswürdigkeiten liegen. Dies merkt man auch an der Menge an Touristen die hier täglich (meist in Reisegruppen) durchlaufen. Um die ganze Altstadt zu erkunden braucht man etwas mehr als nur 1 Tag. Wir hatten es versucht aber selbst mit einem frühen Touren Start haben wir nicht alle Sehenswürdigkeiten geschafft wodurch wir einfach am Folgetag weitergemacht haben.

Karlsbrücke

Die Karlsbrücke ist mit Abstand die beliebteste Sehenswürdigkeit. Sie verbindet die Prager Kleinseite  mit der Altstadt und revolutionierte nach dem Bau im 14. Jahrhundert den Handel zwischen West- und Osteuropa. Heute als Teil des Weltkulturerbes bietet sind vielen Künstlern Souvenirhändlern ein Arbeitsort. Die komplett aus Stein bestehende Brücke heute Tourismusmagnet und ist für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Auf ihr befinden sich viele Steinfiguren die auf beiden Seiten ein tolles Fotomotiv auf die Moldau bieten.

Karlsbrücke mit Altstädter Brückenturm

Am Ende beider Brückenenden befinden sich auch die Brückentürme. Einer auf der Kleinseite und einer auf der Altstadtseite. Der Altstädter Brückenturm kann am Tag besichtig bzw. bestiegen werden und wurde als Erinnerung eines Aufstandes erbaut. Hier hingen früher zu Abschreckung die Köpfe von 27 beteiligten des Aufstandes. Dazu bildet der als Triumphbogen gebaute Turm ein Tor zu Altstadt. Von oben hat man eine nette Aussicht und man wird von Trompetern unterhalten. Der Eintritt kostet allerdings 90 Kč was etwa 3,50 € sind und sich aus meiner Sicht eher nicht lohnt. Mehr als eine etwas höhere Aussicht auf die Karlsbrücke bekommt ihr nicht zu sehen.

Gut besuchte Karlsbrücke am Mittag

Besuchertipp! Macht euch zum Abend auf den Weg zur Karlsbrücke. Sie zeigt sich bei Nacht in einem ganz anderen Licht und ist wundervoll beleuchtet. Es gibt viel weniger Touristen und man kann ganz andere Fotos schießen. Nicht nur die älteste aus Sandstein bestehende Brücke Europas ist an den Pfeilern wundervoll beleuchtet sondern auch die dahinter liegende Altstadt. Sie bilden in der Gesamtheit ein beeindruckendes Bild.

Altstädter Ring  & Markt

Nach der Karlsbrücke ging es bei uns direkt zum Altstadt Markt. Nach etwa 500 Metern erreichten wir dann den großen Marktplatz der gleich von mehreren Sehenswürdigkeiten umgeben ist. So kann man auf dem großen Platz direkt die Teynkirche, das Altstädter Rathaus, das Palais Goltz-Kinsky, die St.-Nikolaus-Kirche oder das Haus zur steinernen Glocke besichtigen. Auf den Marktplatz stehen viele kleine Künstler die wie mit einer Seifenblasenkunst versuchen etwas Geld zu verdienen. Ansonsten gibt es hier noch viele kleine Restaurants und Bars in schönen alten restaurierten Altbauten die eher zu den hochpreisigen der Stadt gehören. Direkt auf dem Markt gibt es aber auch kleine Imbissstände die Getränke und Snacks für angemessene Preise verkaufen.

Auf dem Weg zum Altstädter Markt am Rathaus (links) vorbei
Altstädter Markt am Altstädter Ring von Prag

Rathaus und astronomische Uhr

Unser nächstes Ziel war das direkt am Altstädter Markt liegende Rathaus. Hier beeindruckt weniger das Rathaus sondern eher die riesengroße astronomische Uhr die daran erbaut worden ist. Sie wird auch als Aposteluhr bezeichnet und wurde im 15 Jahrhundert erschaffen. Bis heute wurde sie mehrmals zerstört und nach und nach wieder aufgebaut. Täglich zwischen 9 und 22 Uhr wird die Uhr aktiv und zeigt in den 2 Fenstern zur vollen Stunde verschiedene Figuren der dahinter versteckten 12 Apostel. Auch die Figuren neben dem Zifferblatt werden mobil und zeigen eine kleine Show. Am Ende kräht der ganz oben befindliche Hahn und es schlägt die Glocke. Ihr solltet euch etwa 10 Minuten vor der vollen Stunde ein guten Platz da sonst sehr voll werden kann und alle das Schausiel abwarten.

Die astronomische Uhr am Prager Rathaus

Besuch der Prager Burg

Nachdem wir das Schauspiel an der astronomischen Uhr begutachtet hatten gingen es bei uns  Richtung Prager Burg. Hierbei handelt es sich um ein geschlossenes Burgareal aus dem 9. Jahrhundert wo heute der Präsident von Tschechin wohnt. Anhand der vielen Touristen vor und in der Burg war klar, dass es sich hier um ein Hauptziel der Reisegruppen handelt. Kein Wunder das Areal ist sehr groß und bietet genug Sehenswürdigkeiten für die kommenden 4 Stunden. Beim Lauschen eines Tourguides konnten wir hören, dass hier jährlich über 1,4 Millionen Besucher sind und es eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Tschechins ist.

Ganz zum Anfang muss man sich für ein Eintrittsticket entscheiden. Hier gibt es verschiedene Varianten. Wer viel Zeit hat und sich kulturell weiterbilden will sollte hier die teuerste Variante wählen wo man sämtliche Sehenswürdigkeiten der Burg besichtigen kann:

Eintrittskarte (Varianten)

Sehenswürdigkeiten

Erwachsene

Prager Burg: Runde A

Veitsdom,  alter Königliche Palast, Daueraustellung „Geschichte Prager Burg“, St. Georgs Basilika, Pulverturm, Goldenes Gässchen, Rosenberg Palast

350 CZK

Prager Burg: Runde B

Veitsdom, alter Königliche Palast,
St.-Georgs Basilika, Goldenes Gässchen

CZK 250

Daueraustellung

Ausstellung „Geschichte Prager Burg“

CZK 140

Gemäldegalerie Galerie der Prager Burg

CZK 150

Hat man das Ticket, geht es zum Start über den Hof im Neuen Königlichen Palast. Nach den ersten geschossenen Fotos ging es bei uns aber direkt zum Veitsdom.

Hof im Neuen Königlichen Palast der Prager Burg

Veitsdom

Bei der Kathedrale St.-Veits-Dom handelt es sich um die größte Kirche des Landes was wir auch direkt an der Warteschlange am Eingang gesehen haben. Die vielen Reisegruppen haben dazu geführt, dass wir etwa 30 Minuten warten mussten um in die Kirche zu kommen. Ob sich das Warten wirklich lohnt kann ich irgendwie gar nicht sagen da wir schon so viele in der Welt gesehen haben. Allerdings kann man sagen, dass es sich hier um eine sehr reiche Bauart handelt. Es wurde damals viel Geld für den Bau aufgewendet. Dies kann man an der Wenzelskapelle sehen die mit goldenen Stuck und Halbedelsteinen verkleidet wurde. Aber auch die sehr aufwändig gestalteten Glasfenster spiegeln dies weiter. Im inneren selber sind sehr viele Leute wodurch wir am Ende eher schnell durchgelaufen sind um wieder draußen zu sein.

Wir stehen vor dem Veitsdom!
Im inneren der Kathedrale St.-Veits-Dom

Goldenes Gässchen von Prag

Nach dem Dom ging direkt weiter zur kleinen goldenen Gasse der Prager Burg. Die Gasse besteht aus 11 kleinen Häusern die im 16. Jahrhundert den Buchwachen als Unterkunft dienten.  Einige Zeit später sind dort Goldschmiede eingezogen woher die Gasse nun ihren Namen bekommen hat. Wo wir die Gasse besucht hatten gab es Souvenirläden, Cafés und in der oberen Etage eine kleine Ausstellung mit mittelalterlichen Gegenständen wie Waffen und Rüstungen. Von außen wurden die sehr kleinen Häuser schön restauriert und bilden ein nettes Bild. Wer für das Burgareal aber kein großes Ticket genommen hat muss für die Gasse extra zahlen.

Goldenes Gässchen der Prager Burg

Gemeindehaus & Pulverturm

Direkt am Platz der Republik liegt das Gemeindehaus der Stadt wo viele Veranstaltungen stattfinden. Es wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und unterteilt sich in 2 Trakte. Wir hatten uns das beeindruckende Gebäude nur von außen angeschaut. Es ist sehr groß & prunkvoll, passt aber irgendwie nicht zum eher schlichten Platz der Republik.

Prager Gemeindehaus am Platz der Republik

Direkt neben dem Gemeindehaus befindet sich der im 15. Jahrhundert errichtet und 65 Meter hohe Prager Pulverturm. Er bildet das Eingangstor zu Altstadt und bekam seinen Namen von den dort gelagerten Schwarzpulverfässern. Da es am langweiligen Platz der Republik neben wenigen Restaurants & Shops nix weiter gibt, solltet ihr unbedingt den Weg über den Turm in die Altstadt nehmen.

Wenzelsplatz

Direkt am Hauptbahnhof gelegen befindet sich der Wenzelsplatz. Hier handelt es sich eher um eine große Prachtstraße mit kleinen Grünflächen als um ein Platz. Durch den 750 Meter langen Straßenzug bekommt man ein einmaligen Blick auf das Nationalmuseum. Um den ganzen Platz gibt es viele kleine Geschäfte, Straßenstände und eine Flaniermeile fürs Shopping. Wir waren einen Nachmittag hier und sind ganz entspannt mit einem Eis in der Hand durch die Straßen geschländert.

Wenzelsplatz mit Nationalmuseum in Hintergrund

Prager Kleinseite

Bei der Prager Kleinseite handelt es sich um ein Stadtteil der genau gegenüber der Altstadt liegt und durch die Moldau geteilt ist. Sie war für uns der Ruhepol bei unseren City-Trip. Gefühlt sind hier etwas weniger Touristen unterwegs da die Prager Kleinseite eher durch ihre großen Grünflächen bekannt sind. Früher wurde die Kleinseite wie eine 2. Stadt mit eigenen König behandelt. Heute gehören beide Teile zusammen. Wir hatten uns die Kleinseite am 2. Reisetag als Tages-Programm vorgenommen. Den ganzen Tag brauchten wir allerdings nicht. Die Tour ist für uns um einiges entspannter gewesen als die Altstadt mit ihren vielen Highlights.

Kampa: die grüne Insel in der Moldau

Bei unserer Prager Kleinseiten-Tour starteten wir am Morgen direkt zum Kampa Park. Das Besondere an dem Park ist die Lage direkt an der Moldau. Er wird durch ein künstlichen Seitenkanal, der sich übersetzt Teufelskanal nennt, umschlungen was Kampa zu einer Insel macht. Vor Ort selber haben wir das gar nicht so wahrgenommen. Ein Blick auf die Karte verrät dann die Lage. Die Insel erreicht man am besten direkt von der Karlsbrücke aus. Von dort führen Treppen nach unten von wo man aus auf die Insel kommt. Kampa ist dann über 5 extra kleine Brücken zu erreichen. Im Süden befindet sich ein großer grüner Park wo wir zum Mittag unsere Sandwiches gegessen und den Joggern beim Laufen zugeschaut  haben. Man kann hier auch ein Museum zur modernen Prager Kunst besuchen wofür wir aber kein Interesse hatten.

Im Norden direkt an der Karlsbrücke ist die Insel mehr bebaut und es gibt viele kleine Häuser direkt am Kanal. Hier gibt es kleine Restaurants und Hotels die dann direkt am Wasser liegen. Die Essen & Getränke-Preise sind hier etwas höher wodurch wir unseren Stopp auf ein Bierchen auf etwas später verlegt hatten.

Liebesschlößer an der Kampas Brücke

An der Karlsbrücke wieder angekommen führt über den Teufelskanal die Kampas Brücke. Besonderheit dieser Brücke sind die vielen Liebesschlösser wie man sie aus Paris oder Köln kennt. Natürlich mussten wir daran teilnehmen und haben uns ein Schloss gekauft. Praktischer Weise gibt es direkt an der Brücke 1 kleinen Laden der die Schlösser verkauft. Nachdem wir etwa 100 czk (3,80 €) ärmer waren ging es zur Brücke wo wir unser beschriftetes Schloss anhingen. Der Schlüssel ist im Fluss gelandet was angeblich Glück bringen soll. Die Brücke ist für verliebte ein echter Geheimtipp. Es hängen im Vergleich zur Hohenzollernbrücke in Köln sehr wenig Schlösser dort. Es kann aber auch sein, dass sie kurz vor unseren Besuch die Brückengeländer ausgetauscht haben und so wieder Platz war. Die Lage der Liebesschloss-Brücke ist nicht zufällig gewählt. Der anliegende Kampa Park ist auch ein beliebter Rückzugs Ort für frisch verliebte.

Liebesschlösser an der Kampas Brücke mit Blick auf den Čertovka Kanal

Abends essen gehen…

Zu einem Urlaub gehört es natürlich dazu auch einmal das einheimischen Essen zu probieren. Gerade hier ist Prag für gute Hausfrauen Küche zu günstigen Preisen bekannt. Das war genau mein Ding wodurch ich mich schon im Laufe des Tages auf das Abendessen im Restaurant gefreut hatte. Typische Gerichte die ich an 2 Abenden probiert habe waren: Rouladen mit Zwetschgenknödel & Prager Schinken mit Meerrettich. Wir waren abends in der Altstadt essen wo erstaunlicher Weise relativ wenig Touristen waren. Die Restaurants war zu 50% besucht was erstaunlich war wenn man bedenkt was am Tag los ist.

Was wir mehr als angenehm fanden waren die Hausmacher-Portionen wo jeder von satt wurde. Natürlich waren wir in keinen Etepetete Restaurants wo es nur Häppchen gab. Davon gibt es in Prag auch genug. Für eine einfache Hauptspeise haben wir ca. 250 bis 300 Kč bezahlt was umgerechnet etwa 10 € bedeuten. Das ist für die Altstadt am Abend ok. Wer etwas außerhalb der Innenstadt schaut bezahlt etwas weniger und kommt auf ca. 200 bis 250 Kč (8 €) pro Essen. Trinkgeld haben wir wie auch in Deutschland gegeben. Hier gab es für also keine Unterschiede. Mein Rat an alle Prag-Urlauber ist es auf jeden Fall, dass man nicht im Hotel essen sollte. Besucht die Restaurants in der Stadt und probiert die typischen Tschechischen Gerichte.

Restaurants in der Altstadt

Tschechisches Bier trinken!

Wer einmal in Prag ist muss natürlich auch das einheimische tschechische Bier probieren. Nicht nur das ganze Land sondern auch die Hauptstadt ist für Ihre Biere bekannt. Dabei hat Prag den Ruf, dass man sich durch die verschiedenen Biersorten sehr günstig durchtrinken kann. Von der Grundaussage können wir das bestätigen. Allerdings haben wir im Zentrum schnell gemerkt das normale europäische Preise aufgerufen werden. Ohne vorher groß die Preise zu vergleichen haben wir uns am Mittag in die Prager Altstadt in ein kleines Restaurant gesetzt und gestaunt, dass sie 80 Kč (ca. 3 €) für das Bier haben wollten. Außerhalb der Altstadt gehen die Preise dann aber schnell wieder runter wodurch wir für ein Glas Staropramen nur wenige Cent im Restaurant oder Supermarkt Supermarkt bezahlt haben. Es sollte bedacht werden, dass die Biere generell als 0,5 Liter ausgeschenkt werden. Unser Nachbartisch hatte ein kleines 0,33 Liter Bier bestellen wollen und wurde dabei sehr komisch angeschaut da es für Prag untypisch ist. Auf folgende Preise müsst ihr euch beim Bier kauf einstellen:

Location Bier-Preis für 0,5 Liter
Altstadt Restaurant ca. 80 Kč (3 €)
Stadtrand Restaurant ca. 40 Kč (1,50 €)
Supermarkt ca. 10 Kč (0,40 €)

Geschmacklich sind die tschechischen Biere eher leicht und sehr süffig. Mir selber hatte das Staropramen was in Prag gebraut wird am besten geschmeckt. Es gibt auch noch weitere die teilweise schon weltweit bekannt sind und man in den meisten Restaurants & Bars in der Stadt bekommt: Pilsner Urquell, Gambrinus, Budweiser oder das Starobrno.

Cafés aufn Weg zur Prager Burg

Restaurant-Tipp! U Fleku Brauerei

Auch wenn es kein wirklicher Geheimtipp mehr ist sollte jeder der Bier und deftige traditionelle Gerichte mag hier einmal Essen gehen. Auch wer kein Hunger hat kommt mit dem eigenen Biergarten im Hinterhof bei einem guten gebrauten Bier auf seine Kosten. Das eigene Schwarzbier (Flekovský ležák) des Hauses ist Kult und schmeckt einfach super lecker. Wir haben hier natürlich nicht nur ein kühles Bier getrunken sondern auch was leckeres traditionelles gegessen. Das Restaurant ist im inneren sehr rustikalen ausgestattet wodurch man sich gleich wie im Prager Mittelalter fühlt. Ich hatte mir das Gulasch mit Speckknödel bestellt was ich jedem ans Herz legen kann. Die Preise liegen im normalen Prager-Schnitt. Das Restaurant ist relativ einfach im Süden der Stadt zu finden. Alle weiteren Informationen findet Ihr auf deren Seite.

U Fleku Brauerei von außen

Trdelník Gebäck probieren!

In Prag kommt man am Trdelník Gepäck fast nicht vorbei. Beim Schlendern durch die Stadt haben wir an vielen Ecken den über Feuer drehenden Teig gesehen und waren selber verwundert was genau das sein sollte. Es handelt sich um Kuchenteig der auf drehenden Stangen gewickelt wird und nach dem ausbacken über offenen Feuer abgezogen wird. Danach kühlt er ab und wird mit Zucker oder Nusssplitter umzogen. Bei unserer Tour sind wir nicht drum rumgekommen dies zu probieren. Es ist der perfekte süße Snack für zwischendurch. Zuerst gab es die Variante mit Zucker bei uns was schon lecker war. Bei einem anderen Stand haben wir dann gesehen, dass man sich auch Nutella in die innere Öffnung schmieren lassen kann. Dies war dann am Ende auch meine beliebteste Variante die allerdings nicht bei allen Ständen zu bekommen ist. Den besten Trdelník haben wir auf den Altstädter Markt gegessen. Hier mussten wir für die Nutella Variante pro Stück 60 Kč (2,20 €) am Stand bezahlen was aber Jahr für Jahr immer etwas teurer wird.

Aufn Grill drehende Trdelník

Geld: Mit was bezahlte ich?

Die Tschechische Republik gehört zwar zur Europäischen Union führ aber nicht den Euro als Währung. Aus dem Grund muss man in Prag Geld in Tschechische Krone (CZK) umtauschen. Dies geht relativ einfach und kann man an verschiedenen Wechselstuben, Banken oder Hotels machen. Auch Betrugsfälle beim Geld umtauschen stetig weniger werden sollte man vorm Tausch dennoch auf sein logischen Verstand hören. Ein kleiner Zeitungsladen der einen Wechselkurs anbietet der deutlich besser als bei der Bank ist würde ich nicht vertrauen. Davon hatten wir ein paar gesehen und eher die Finger von gelassen. Auch solltet ihr das Geld nach dem Wechsel nachzählen ob genau das da ist was ihr nach dem Wechselkurs bekommen solltet.

Wir selber sind daher auf Nummer sicher gegangen und haben mit der Visa Kreditkarte direkt vom Automaten die tschechischen Kronen gezogen. Banken wo wir gute Erfahrungen gemacht haben sind die Komerční banka & Raiffeisenbank. Von den Wechselstuben Chequepoint & Intercash (Western Union) würden wir abraten. Dort hatten wir einmal angefragt was wir für 100 € bekommen würden. Die genannten Beträge lagen etwa 20 % unter dem was wir bei der Bank via Visa ausgezahlt bekommen haben.

Generell muss man grob mit einen Wechselkurs von 1 € = 26,5 CZK rechnen (Stand Mai 2017)

Wie ist die Sicherheit in Prag?

Generell kann man zu Prag sagen, dass sie genauso so sicher oder unsicher ist wie jede andere europäische Großstadt. In unseren 3 Tagen in Prag hatten wir keine Probleme und haben uns frei bewegen können ohne Angst zu haben, dass uns etwas geklaut wird. Als Großstädter der aus Berlin kommt sind wir aber auch viele Menschen & Touristen gewohnt.

Wichtig ist, dass man einfache Grundregeln im Urlaub beachtet. Diese haben wir auf unseren Reisen immer beachtet und dadurch nie Probleme gehabt. Achtet also auf folgende Punkte:

  • Unauffällig bleiben! Nicht als typischer Tourist mit Straßenkarte und Kamera um den Hals rumlaufen
  • Wertsachen in Straßenbahn / U-Bahn sicher verstauen
  • Wenig Bargeld mitnehmen! Was man für den Tag halt braucht…
  • Taxi-Preise vorher erfragen oder Online anfordern (aaataxi.cz)
  • Von komischen typen nicht ansprechen lassen und einfach weitergehen
  • Keine Wertsachen im Auto oder Mietwagen lassen

Die beste Reisezeit?

Prag kann man von der Sache her das ganze Jahr bereisen. Allerdings gibt es auch hier wie in Deutschland ein eher mitteleuropäisches Klima wodurch es im Winter doch eher kalt und regnerisch ist. Aus dem Grund liegt die beste Reisezeit zwischen April & September. Wir selber waren im September in Prag und haben davon profitiert das weniger Touristen da waren. Im Juli & August macht es schon fast garkeinen Spaß in der Stadt zu sein weil gefühlt ganz Europa nach Prag will. Die Hotelpreise gehen zu Hochsaison teilweise um 100 % nach oben und man steht an manchen Sehenswürdigkeiten Schlange. Unsere beliebtesten Monate für Prag sind daher der April, Mai & September. So hat man noch gutes Wetter, findet halbwegs günstige Hotels und kann die Stadt ohne zu viel Touristen erkunden. Im Sommer gehen die Temperaturen auf angenehme 25 Grad. Teilweise geht es im Juli/August aber auch schon einmal auf über 30 Grad was aber mit genug Wasser und ein kühlen Bier locker zu ertragen ist.

kurzer Regenschauer in der Prager Altstadt

Unsere Übernachtung im Hotel NH Prague

Da wir unsere Reise relativ spontan geplant hatten und kein Stress bei der Suche haben wollten sind wir die Hotel-Buchung eher langweilig angegangen. Im Netz hatten wir nach Schnäppchen in Prag gesucht und sind dann auf der Deal-Seite von ab-in-den-urlaub.de gelandet wo wir zum relativ guten Preis unser Hotel gebucht haben. Nochmal würde ich dort nicht buchen da der ganze Buchungsprozess am Ende mit Vouchercodes etc. mehr Zeit & Nerven gekostet hat als wir damit verbringen wollten. Am Ende sind wir aber im NH Prague gelandet was etwas am Rand der Stadt liegt aber dennoch so nah liegt, dass man von dort aus in die Stadt laufen kann.

Das Hotel ist über eine Seilbahn an einem Hang zu erreichen und machte die Anreise schon etwas besonders. Auf dem Weg nach Oben zu den Zimmern bekommt man ein Ausblick auf die Stadt und kann sich einen tollen Überblick machen. Obwohl es sich bei dem Hotel um ein 4-Sterne Unterkunft handelt, würde ich den Zimmern eher ein europäischen 3-Sterne Standard zusprechen. Alles ist sauber und in einem guten Zustand wirkt aber teilweise etwas alt.

Am Abend bietet das Hotel eine Bar mit Dachterrasse. Von hier bekommt man eine beeindruckende Aussicht auf Prag und kann schöne Nachaufnahmen machen. Zum Morgen hin bietet das Hotel ein gutes Frühstücksbuffet mit allem was man zum Start in den Morgen braucht. Rührei, Bacon, Cornflakes oder frische Brötchen. Für jeden ist etwas dabei gewesen. Nachdem ich mich morgens  eher für das kräftige Frühstück mit Bacon & Spiegelei entschieden hatte, konnte es gut gestärkt in die Stadt zum City-Trip gehen.

Blick auf Prag bei Nacht vom NH Prague Hotel

Was Prag als Stadt so alles an Sehenswürdigkeiten bietet könnt ihr im folgenden YouTube Video sehen:

[Gesamt:3    Durchschnitt: 4.7/5]

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