Kambodscha Reiseberichte

Angkor Thom Bayon & Baphuon Tempel mit Südtor Reisebericht Angkor Wat

Die große Hauptstadt Angkor Thom ist von einer riesigen 12 km langen Mauer umgeben und bildet mit seinen 4 Toren das Zentrum des ehemaligen Angkor-Gebietes. Der Aufbau der Stadt begann etwa im 12. Jahrhundert und wurde bis zum Untergang im 17. Jahrhundert genutzt. Sie gehört mit zu den Highlights, die in Angkor Wat unbedingt besucht werden müssen. Da Angkor Thom ein sehr großes zum Teil noch verwildertes Arial ist, konzentriere ich mich in dem Reisebericht auf die besten Tempelanlagen und Sehenswürdigkeiten. Ihr müsst für die Tour des Thom Areals etwa 1 Tag einrechnen, um alles zu sehen.

Das Südtor von Angkor Thom

Der beliebteste Zugang zur ehemaligen Hauptstadt geht über das Südtor. Dieses ist gegenüber dem Nordtor am besten erhalten und wurde in den letzten Jahren restauriert. Bevor Ihr das 20 Meter hohe Tor aber durchquert, müsst ihr erst einmal über die ca. 100 Meter breite Brücke rüber, die links und rechts von mächtigen Figuren verziert ist. Bei den meisten Figuren wurden die Köpfe zerstört oder von Kunstdieben geklaut. Diese haben sie aber zum Glück wieder erneuert. Auf der rechten Seite sind es 54 Dämonen und auf der linken Seite 54 Götterstatuen. Sie bieten ein tolles Fotomotiv. Wir sind mehrmals über das Südtor nach Angkor Thom gefahren und konnten dadurch das Tor in verschiedenen Lichtsituationen sehen. Besonders zum Abend, wenn der Sonnenuntergang eingesetzt hat, gab es ein einmaliges Licht zum Fotografieren. Es waren weniger Touristen auf der Brücke und somit konnte man es ganz anders genießen. Morgens und zum Mittag hin gibt es viele japanischen Reisegruppen, wo jeder mit seinen Selfie-Stick ein Foto von sich und der Gruppe machen will. Zum Abend hin könnt Ihr dies umgehen und seit kaum gestört.

Südtor von Angkor Thom
Südtor von Angkor Thom
Dämonfigur am Angkor Thom Südtor
Dämonfigur am Angkor Thom Südtor

Bayon Tempel

Der beliebteste Tempel in Angkor Thom ist der Prasat Bayon Tempel. Er wurde im 12. Jahrhundert als Haupttempel errichtet und ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Seine Besonderheit liegt in den in Stein gehauenen Gesichter die bis zu 7 Meter groß sind. Oft wird er auch als Tempel der Gesichter genannt. Er ist mit der einzigste Tempel in Angkor, der offen ist und nicht von einer Mauer umgeben wird. Er wurde dadurch regelmäßig erweitert bzw. vergrößert. Der Tempel ist sowohl von außen als auch von innen sehr beeindruckend. Im inneren kann man durch unzählige kleine Gänge gehen, wo es allerdings durch die Menge an Touristen mehr ein warten als gehen ist. Ich würde euch raten, dass Ihr euch auch etwas im Randbereich des Tempels umseht. Dort gibt es auch weniger Touristen, die ein umrennen und man kann so die gesamte Architektur besser wahrnehmen. Um dem Tempel herum werden viele Elefanten-Reittouren angeboten bzw. durchgeführt. Ich finde dies irgendwie in dieser mystischen Umgebung unpassend.

Auch wenn der Bayon Tempel laut Reiseführern zu den besten Tempeln in Angkor Thom gezählt wird, finde ich den oft kaum genannten Baphuon Tempel von der Anlage her viel interessanter.

 

Eingang zu Bayon
Eingang zu Bayon
Besonderheit des Tempels die großen Gesichter
Besonderheit des Tempels die großen Gesichter
In Stein gehauene Gesichter
In Stein gehauene Gesichter
Außenbereich von der Bayon Tempelanlage
Außenbereich von der Bayon Tempelanlage
Weg zum Bayon Tempel
Weg zum Bayon Tempel

Baphuon Tempel

Der aus Sandstein gebaute Baphuon Tempel liegt nordwestlich vom Bayon Tempel und ist innerhalb 5 bis 10 Minuten per Fuß zu erreichen. Er wurde Ende 2011 fertig restauriert und wirkt daher sehr gut erhalten. Besonders wenn man bedenkt, dass der Tempel noch vor 50 Jahren komplett eingestürzt war, kann man es kaum glauben, dass er nun wieder in seiner vollen Pracht erstrahlt. Die Besonderheit ist hier der ca. 170 Meter lange steinerner Steg, der dem Kambodscha typischen Pfahlbau nachempfunden ist. Hier gibt es komischerweise viel weniger Touristen, obwohl der Tempel was ganz besonderes hat. Von 4 Seiten aus können die verschiedenen Terassenhöhen erklommen werden. Bei uns war es die letzte Tour vor der Mittagspause, wodurch die Sonne in der besten Zeit war, um uns bei 36 Grad jeden Wassertropfen zu rauben. Dennoch sind wir auf den Tempel gegangen und haben es nicht bereut. Von oben gibt es eine einmalige Aussicht auf den Steg und die umliegende Natur.

Weg zum Baphuon Tempel
Weg zum Baphuon Tempel
Ausblick vom Baphuon Tempel auf steinernen Steg
Ausblick vom Baphuon Tempel auf steinernen Steg
Der steile Weg nach unten
Der steile Weg nach unten
Grüne Umgebung der Anlage
Grüne Umgebung der Anlage

Die Elefantenterrasse

Von der Terrasse der Elefanten waren wir etwas enttäuscht. Hier hört sich die Sehenswürdigkeit größer an, als sie in den Tour-Beschreibungen und Reisebüchern beschrieben wird. Es handelt sich um eine unauffällige Terrasse am Fahrweg, die das Tempelgelände teils abgrenzt. An den 5 Aufgängen sind jeweils in Sandstein geschlagene Elefantenköpfe zu sehen, die auf 3 verschiedenen Plattformhöhen führen. Ich fand das so unspektakulär, dass ich nicht einmal ein Foto gemacht hatte. Für eine Pause ist der Platz ganz nett, weil in der Nähe auch Toiletten sind. Ich würde euch aber raten, eine nicht zu hohe Erwartungshaltung zu haben.

Eintritt und Kosten für Angkor Thom

Für Angkor Thom gibt es keine speziellen Tickets, da dies ja nur ein Teilbereich des Angkor Arials ist. Sobald Ihr in das Tempel-Gebiet einfahrt müsst Ihr ein Ticket kaufen. Dies gibt es in 3 verschiedenen Aufenthaltszeiträumen:

  • 1 Tagesticket für 20 US Dollar
  • 3 Tagesticket für 40 US Dollar
  • 7 Tagesticket für 60 US Dollar

Wenn Ihr nur die Angkor Thom Tour machen wollt, reicht ein Tagesticket locker aus. Ich würde euch aber mindestens ein Dreitagesticket raten, da es noch viel mehr im Angkor Archäologischer Park zu sehen gibt. Für die Tickets wird ein Foto von euch gemacht, was danach auf der Eintrittskarte zu sehen ist. Somit kann die Karte auch nicht auf andere übertragen werden. Wir hatten ein Dreitages-Ticket, was schon von unserer Agentur bezahlt war. Wer sein Ticket nach 17 Uhr für den nächsten Tag kauft, kann schon kurz danach für ein Sonnenuntergang in das Gebiet eintreten. Die Tempel sind zwar nach 17 Uhr geschlossen, aber es zeigt sich dennoch ein tolles Panorama, was zur Einstimmung auf den kommenden Tag hilft und man kostenlos mitnehmen sollte.

Zusammenfassung und Bewertung

  • Angkor Thom ist im ganze super interessant, wodurch ihr ca. 1 Tag braucht | 4 von 5 Sterne
  • Macht auf jeden Fall ein Stopp am Südtor. Es lohnt sich wirklich, besonders zum Abend beim Sonnenuntergang | 4 von 5 Sterne
  • Am Bayon Tempel gibt es leider aus meiner Sicht zu viel Touristen, dennoch muss man ihn gesehen haben | 4 von 5 Sterne
  • Der Baphuon Tempel ist durch den langen Steg einzigartig und gibt erstklassige Fotomotive | 5 von 5 Sterne
  • Erwartet nix von der Elefantenterrasse. Aus meiner Sicht ist es ein großer langer Stein mit 5 kleinen Treppen | 2 von 5 Sterne

Wie besonders das Thom Tempelgelände ist seht Ihr im folgenden YouTube Video:

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Bewertung der Reise-Erfahrungen & Insider-Tipps unserer Leser
[Gesamt: 2 Durchschnitt: 5]

1 Comment

  1. Sehr coole Bilder auf der Seite. Erstaunlich wie alte diese ganzen Tempel sind und dennoch so gut erhalten aussehen. Die ganze Tempelanlage scheint echt was für Backpacker zu sein und weniger was Standard Malle-Touristen. Da muss man Abendteuer-Erfahrung haben oder suchen. Auch finanziell stell ich mir so eine Reise nicht günstig vor. Wie viel bezahlt für so etwas? Bestimmt 5000 € pro Person. Wenn man durch die Bilder scrollt hat man das Gefühl in einer Umgebung vor 300 Jahren zu sein. Irgendwo zwischen unreal und Fantasie. Sehr beeindruckend.

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