Kambodscha Reiseberichte

Angkor Wat Haupttempel Reisebericht mit 3 Tages Tour

Die Tempelanlage Angkor Wat gehört mit zu den bekanntesten und größten der Welt. Sie wurde zwischen den 10. Und 13. Jahrhundert als Staatstempel errichtet und diente der Verehrung Vishnus. Durch die verschiedenen politischen Mächte der letzten Jahrhunderte zerfiel die Anlage und die Natur eroberte sich Teile wieder zurück. Diese Merkmale erkennt man auch an den bekannten Tempeln die von Bäumen bewachsen sind. Die Angkor Anlage wurde erst langsam Anfang der 90er Jahre von der Natur befreit und restauriert. So konnten wir noch einige versteckte Tempel oder restaurierungsarbeiten beobachten.

Der Angkor Wat Haupttempel

Der Haupttempel ist das größte religiöse Bauwerk der Welt und war bei uns die erste Station der Rundreise. Wir starteten am Morgen um 7:30 vom Hotel und waren gegen 8:15 Uhr am hinteren Südeingang vom Angkor Wat Haupttempel. Dort angekommen muss man erst einmal den riesen Wassergraben überqueren der den Tempel vom vordringen des Waldes beschützt hat. Dies ist auch der Grund warum der Haupttempel noch in so einen sehr guten Zustand ist. Direkt danach erreicht Ihr den Schutzwall mit dem Eingangstor und bekommt das erste Angkor Feeling und merkt wie prachtvoll es hier früher war. Von dort aus geht es zu Fuß etwa 10 Minuten durch den Dschungel bis man zum großen Haupttempel kommt. Es gab kaum Touristen und man hatte genug Zeit um Fotos zu machen oder etwas mehr zur Geschichte von unseren Guide zu erfahren. Nachdem alles im Kasten war haben wir uns auf den Weg zum Tempel gemacht. Wir gingen die ersten Stufen hinauf und durchquerten den ersten Tempelumring wo wundervolle steinerne Figuren namens Apsaras in die Tempelwände gehauen worden sind.

Eingang am Süd-Tor zum Tempel
Eingang am Süd-Tor zum Tempel
keine Touristen am frühen Morgen beim Angkor Haupttempel
keine Touristen am frühen Morgen beim Angkor Haupttempel
Tempelwände mit tanzenden Apsaras Figuren
Tempelwände mit tanzenden Apsaras Figuren

Nun standen wir direkt vor den 5 Türmen die als Lotusblüten geformt sind. Es geht eine sehr steile Treppe nach oben die gar nicht so einfach zu erklimmen sind. Hier ist gerade zu den Stoßzeiten gegen 10-11 Uhr so viel los das man sich anstellen muss und in den Türmen “Gruppenkuscheln“ angesagt ist. Zum Glück waren wir aber früh da und konnten entspannt nach hinauf. Oben angekommen habt Ihr eine tolle Aussicht in alle Himmelrichtungen und könnt einzigartige Fotos schießen. Aber auch zwischen den Türmen im inneren kann man die großartige Architektur wahrnehmen und die filigrane Steinmetzarbeit bewundern. Wer gegen abends da ist kann von hier aus ein wundervollen Sonnenuntergang in einer mystischen Umgebung beobachten. Wir machten uns wieder auf den Weg nach unten und erkundeten noch etwas die Tempelanlage. Danach ging es weiter Richtung Westen wo man 2 kleine Wasserreservoirs zwischen der steinernen Pfahlbrücke ausmachen kann. Eines der Wasserreservoirs ist fast immer von Touristen und Fotografen umlagert. Das hat den Grund, dass genau von dort das beste und meist gemachte Tempelfoto gemacht wird. Die Tempelanlage im Spiegelbild des Wassers. Ein wirklich wundervolles Foto wenn man noch ein Platz zum Fotografieren zwischen den meist großen japanischen und chinesischen Reisegruppen findet. Genau hier ist auch die Position um die Tempelanlage im Sonnenaufgang zu erleben. Wer dies erleben will muss aber früh aufstehen um gegen 5 & 6 Uhr vor Ort zu sein. Von hier aus sind es dann nur noch etwa 300 Meter über den Wassergraben zum Parkplatz wo entweder euer Auto oder Tuk Tuk zur weiterreise wartet. Wer gegen Abends am Parkplatz ist, kann von hier auch noch den Tempel im Sonnenuntergangslicht mitnehmen und bei einem Bier beobachten.

 

 

 

 

Tempelturm auf der Spitze von Angkor Watt
Tempelturm auf der Spitze von Angkor Watt
Ausblick beim Aufstieg zu den Tempeltürmen
Ausblick beim Aufstieg zu den Tempeltürmen
Auf der Spitze des Angkor Wat Tempels
Auf der Spitze des Angkor Wat Tempels
Haupttempel mit Wasserspiegelung am Wasserreservoir
Haupttempel mit Wasserspiegelung am Wasserreservoir
Angkor Wat im Sonnenuntergangslicht am West-Tor
Angkor Wat im Sonnenuntergangslicht am West-Tor

Angkor Wat 3 Tages Tour

Um Angkor Wat wirklich ausgiebig zu erleben solltet Ihr mindestens 3 Tage einplanen. So habt Ihr genug Zeit die wichtigsten Tempel zu erkunden und seit nicht zu sehr von der Tour gestresst. Der Eintritt kostet für den “3 Day Pass“ nur 40 US Dollar was aus meiner Sicht Peanuts sind für das was ihr seht. Ich würde euch für die Transfers zwischen den Tempeln ein Tuk Tuk für ca. 20 US Dollar am Tag raten. Ihr solltet auch unbedingt an genug zu trinken denken. Wir waren im März dort und haben noch nie so viel geschwitzt wie in Angkor Wat. Eine genaue Checkliste an was Ihr alles für die Tour denken solltet findet Ihr weiter unten im Artikel.

Tour Tag 1: Angkor Thom >> Jetzt lesen! Angkor Tag 1 als Reisebericht <<

Am ersten Tag bietet sich Angkor Thom an wo der Bayon Tempel wirklich Sehenswert ist und nicht umsonst zum Weltkulturerbe gehört. Direkt in der Nähe findet Ihr dann den Baphuon Tempel der mit seinem 170 m langen steinerner Steg beeindrucken kann. Danach solltet Ihr ein Stopp an der Elefantenterrasse machen wo Ihr in Stein gehauene Elefantenköpfe bewundern könnt. Beim Rückweg geht es dann noch am Südtor vorbei wo man von Dämonen und Götterstatuen begleitet wird. Wer Interesse an unseren Reisebericht für den ersten Tag hat kann diesen im Blog nachlesen.

Tour Tag 2: Angkor Wat Small Circuit >> Jetzt lesen! Angkor Tag 2 als Reisebericht <<

Auf der kleinen Tour ist der Ta Prohm Tempel das Highlight. Hier wurde der Tomb Raider Film gedreht und zeigt Tempelgebäude die von Bäumen bewachsen sind. Danach geht es auf den Phnom Bakheng Tempelberg von wo man tolle Sonnenuntergänge beobachten kann. Die 2 weiteren Tempel auf Tour nennen sich Ta Keo & Baksei Chamkrong. Der Small Circuit wird von Touristen am meisten gebucht und somit relativ touristisiert. Unsern Reisebericht zu dem Tour-Vorschlag Tag 2 findet Ihr im Blog.

Tour Tag 3: Angkor Wat Grand Circuit >> Jetzt lesen! Angkor Tag 3 als Reisebericht <<

Bei der großen Tour gibt es meist weniger Touristen da die Tages-Backpacker nur die kleine machen. Sie bietet aber mindestens genauso viele Sehenswürdigkeiten wie der Preah Khan & Banteay Srei Tempel. Dabei ist auch Ta Som und einzige Inseltempel Namens Neak Pean wo besonders die Geschichte der Landschaft beeindruckt. Unsern Bericht zu Tag 3 Tour findet Ihr im Blog.

Wetter in Angkor Wat

Die beste Reisezeit für die Tempelanlage liegt zwischen November und März. Hier ist das Klima von kühl bis heiß und trocken. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 60 % und ist noch ertragbar. Wir waren zum Ende März (also Anfang der Regenzeit) in der Anlage wo man ganz klar die steigende Luftfeuchtigkeit bemerkte. In der Regenzeit zwischen April und Oktober steigen die Temperaturen bis zu 40 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 90 %. Die Zeit sollte man eher meiden um Angkor Wat zu besuchen da es dazu zum Nachmittag hin regelmäßig zu starken Regen kommt. In dieser Zeit steigt auch der Wasserpegel vom Mekong was in Kambodscha teilweise zu Überschwemmungen führt. Da Angkor aber zum großen Teil aus Dschungel besteht, wird das Wasser regelrecht aufgesaugt.

Klimatabelle

  • von November bis Februar: trocken bei 24 – 33 Grad
  • von März bis Mai: trocken bei 32 – 40 Grad
  • von Juni bis August: hohe Luftfeuchtigkeit bei 28 – 35 Grad
  • von September bis Oktober: hohe Luftfeuchtigkeit bei 26-34 Grad

Checkliste für Angkor Wat

Wenn Ihr die Tour zur Tempelstadt antreten solltet Ihr an folgende Sachen unbedingt mitnehmen:

  • Reisepass
  • Bargeld ($)
  • Angkor Pass (Eintrittskarte)
  • Wasser (2-3 Liter am Tag pro Person)
  • Sonnenbrille
  • Sonnenmilch
  • Basecap oder Hut
  • Reisebuch
  • Kamera oder Camcorder
Bewertung der Reise-Erfahrungen & Insider-Tipps unserer Leser
[Gesamt: 5 Durchschnitt: 4.2]

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