Reiseberichte Thailand

Koh Lipe Reisebericht mit Anreise, Strände & Reisezeit Tipps

Die Insel Koh Lipe wollten wir eigentlich schon bei unserer letzten Thailand-Reise erkunden. Aus Zeitmangel war dies leider ins Wasser gefallen, wodurch für uns klar stand, dass bei der nächsten Reise die Insel erkunden werden muss. Im Januar waren wir ganze 6 Tag auf Koh Lipe und haben wirklich alles gemacht, was uns die Insel angeboten hat. Warum die Insel nun zu unseren Lieblingszielen in Süd-Thailand gehört, was unsere Erfahrungen waren und was euch alles erwartet, versuchen wir euch im folgenden Koh Lipe Reisebericht einmal aufzuzeigen.

Anreise

Die Anreise auf Koh Lipe war für uns relativ einfach. Wir sind  davor 1 Woche in Phuket gewesen und haben uns dort den Transfer mit Tigerline Ferry organisiert. Die Kosten lagen hier pro Person bei 2160 Baht (55 €) pro Person. Von Phuket aus ging es dann per Speedboot etwa 1,5 Stunden nach Koh Lanta. Dort stiegen wir auf die Fähre um die direkt 2,5 Stunden weiter nach Koh Lipe fuhr. Ein anderer Weg würde auch über den Flughafen von Hat Yai  führen, wo es nach einer kurzen Autofahrt nach Pak Bara per Speedboot in 45 min weiter nach Koh Lipe geht. Einen eigenen Flughafen hat die Insel zum Glück nicht.

Koh Lipe Floating Pontoon Pier vor dem Pattaya Beach

Koh Lipe vom Boot aus schon im Blick gehabt, hielt die Fähre nicht direkt an der Insel sondern an einer Floating-Plattform, die ca. 200 Meter vom Pattaya Beach entfernt im Wasser liegt. Dort angekommen, mussten wir erst einmal die Nationalpark-Steuer (200 Baht p.P.) und ein Longtailboot-Ticket (50 Baht p.P.) zahlen, was uns mit unseren Koffern zum Strand brachte. Dort angekommen haben wir uns ein Moped-Taxi genommen, was uns für 50 Baht p.P. zum Hotel brachte. Je nach gebuchten Hotel wird man aber auch direkt abgeholt. Bedenkt, dass in der Nebensaison die Fähren am Sunrise Beach halten.

Ankunft mit der Tigerline Fähre auf der Koh Lipe Floating Platform

Walking-Street

Die Walking-Street ist die Ausgehstraße der Insel und war für uns das Highlight des Abends. Tagsüber, wo die meisten am Strand liegen oder auf Tour sind, ist es relativ ruhig und einige Läden haben noch geschlossen. Zum Abend hin dreht die Walking-Street dafür dann aber so richtig auf. Es wird laut, voll & unterhaltsam. Ob Restaurants, Bars, Massage-Salons oder Tour-Shops, man bekommt alles, was man so am Abend braucht. Jeder versucht angenehm und freundlich dich für sein Angebot zu werben.

Walking-Street Eingang – Öffnungszeit der Restaurants von 18 bis 24 Uhr
Die Koh Lipe Walking-Street am Tag

Abends haben wir meist auch hier gegessen und etwas getrunken. Dabei sind wir die Walking-Street bestimmt 2 bis 3-mal abgelaufen, bis wir uns entschieden haben ob wir Thailändisch, Burger oder frischen Fisch essen wollten. Fast jedes Restaurant hat eine Fisch Auslage mit dem besten Tagesfang neben den nebenan angefeuerten Grill. Beim Treffen der Essensentscheidung hatten wir beim Spazieren gehen stehst eine kalte Kokosnuss oder ein Bier vom 7-Eleven in der Hand, was das Durchschlendern noch entspannter machte. Was jeder vor Ort mindestens einmal probiert haben sollte, ist ein Thai-Pancake oder ein Coconut-Donut von sehr aktiven Ständen, die singend einen zum Snackkauf überreden. Für jeden ist die Straße der erste Anlaufpunkt, egal um was es geht.

zum Abend öffnen alle Restaurants
Ein kaltes Chang Bier geht immer am Abend

Strände

Koh Lipe verfügt über sehr große und sehr feinsandige Strände, die sich perfekt zum Baden, Relaxen oder Cocktailtrinken eignen. Alle großen Strände sind per Fuß zu erreichen und so schnell und einfach zu erkunden. Die Strände sind trotz der geringen Entfernungen komplett unterschiedlich und anders von Touristen besucht. Welcher Beach sich aus unser Sicht am besten zum Schwimmen oder entspannen eignet, seht ihr in folgender Übersicht der Koh Lipe Strände.

Sandbank am nördlichen Ende des Sunrise Beaches

Pattaya Beach

Der Pattaya Beach ist der Strand, wo die meisten wohl als erstes ankommen. Hier herrscht immer am meisten Troublen und es laufen gefühlt die meisten Touristen entlang. Da hier alle Fähren ankommen, liegen auch die meisten Longtailboote im Wasser, wodurch reine baden etwas erschwert wird bzw. man dadurch kaum Leute im Wasser sieht. Durch den großen Transfer an Touristen machte es bei uns auch kein Sinn das Handtuch auszubreiten, da man sonst schnell überlaufen wurde. Somit war für uns klar, dass der Strand am Tag eher als Laufweg dient und weniger zur Entspannung. Dennoch gibt es am Abend einige coole Bars, wo man etwas trinken kann und dabei eine Feuershow geboten bekommt.

Blick auf den Pattaya Beach bei Ankunft
Pattaya Beach bei Ebbe

Sunrise Beach (Hat Chao Ley)

Beim Sunrise Beach handelt es sich um den größten Strand auf Koh Lipe, wo sich die meisten Bungalow-Resorts befinden. Hier läuft es gegenüber dem Pattaya Beach um einiges entspannter ab. Es gibt viel feinsandigen Strand, um sich in der Sonne zu Bräunen. Alles läuft hier viel ruhiger und man kann durch das klare blaue Wasser und weniger liegende Boote besser baden. Es gibt einige kleinen Bars und Restaurants, wo man sich über den Tag verpflegen kann. Eine besonders coole Aussicht bekommt man, wenn man ans südliche Ende des Strandes geht. Dort befinden sich durch Fels getrennte Strandabschnitte, die ein paradiesisches Bild geben.

Sunrise Beach auf Koh Lipe
kleine Strandabschnitte am südlichen Ende des Sunrise Beaches

Am genau anderen Ende des Sunrise Beaches befindet sich im Norden eine kleine Strandzunge, die gern als Koh Lipe bildliches Aushängeschild genutzt wird und ich im Internet oft auf Fotos gesehen habe. Diese kleine Sandbank liegt direkt am Mountain Resort, von wo man auch das beste Foto schießen kann. An der Spitze des Sunrise Beach befinden sich weniger aber dafür höherpreisige Hotels, wodurch bei uns auch weniger Touristen am Strand anzutreffen waren.

Blick vom Mountain-Resort auf die Sandbank

Sunset Beach (Hat Pramong)

Der Sunset Beach ist der kleinste von den 3 großen Stränden und war somit schon von Anfang an unser Favorit. Er ist am einfachsten zu Fuß über die Insel-Straße zu erreichen. Von der Walking-Street aus ist man etwa 10 Minuten unterwegs. Wer will, kann sich bis dorthin auch ein Moped-Taxi nehmen, was etwa 50 Baht pro Person kostet. Wie der Name schon sagt, kann man zum Abend von hier aus den Sonnenuntergang am besten beobachten. Der Badeabschnitt ist hier um einiges kleiner und nicht ganz so schön wie am Sunrise Beach. Alles wirkt hier etwas unaufgeräumter und von Hotels kaum erschlossen. Daher gibt es hier weniger Touristen und hat somit mehr Privatsphäre beim Sonnen. Am westlichen Ende des Strandes befindet sich ein Resort und eine Beach-Bar, wo wir regelmäßig für einige Stunden versackt sind. Mit Blick auf die Nachbar-Insel Koh Adang lässt es sich da super bei einem Fruchtshake aushalten.

Kaum Touristen am Sunset Beach
Strand-Ausblick bei Ebbe
Strandbar am Sunset Beach

Patei Garah Beach

Wer es so richtig ruhig haben will, sollte sich den kleinen Patei Garah Beach anschauen. Dieser liegt etwa 1 Kilometer westlich vom Pattaya Beach entfernt und ist schwer zu erreichen. Aus dem Grund trifft man dort sehr selten Touristen an und hat den ganzen Strand für sich. Am einfachsten nimmt man sich ein Paddelboot und ist etwa 15 bis 25 Minuten vom Pattaya Strand aus unterwegs. Der Kraftaufwand ist dabei aber nicht zu unterschätzen. Anders kommt man wohl auch über den Viewpoint-Weg zu Fuß dort hin. Wir selber haben es nicht getestet, aber welche auf dem Weg getroffen, die dorthin unterwegs waren.

Patei Garah Beach ist per Fuß zu erreichen

Wat Hantalay Tempel

Der Name Wat Hantalay Tempel verspricht im ersten Moment mehr als er am Ende wirklich halten kann. Wir erwarteten thailandtypische Pagoden und große buddhistische Tempel-Architektur. Genau dies liegt hier nicht vor. Die kleine Tempelanlage liegt im Zentrum der Insel etwa 300 Meter von Sunset-Beach entfernt. Geht man auf der Beton-Straße in Richtung des Strandes, liegt der Tempel auf der linken Seite direkt im Jungle. Hier befindet sich eine Holz-Plattform mit einer Buddha-Statue und ein kleiner offener überdachter Tempel (Tempel ist auch übertrieben), wo die Gläubigen ihre Gebete machen können. Weiter oben im Jungel befindet sich noch ein kleines Haus, wo ein paar Mönche wohnen. Wir konnten das Gelände in wenigen Minuten erkunden und ein paar Fotos machen.

Das Wat Hantalay Tempel-Schild verspricht mehr als man am Ende sieht
Wat Hantalay Tempel-Anlage im Jungle
kleine Plattform mit Buddha Schrein

Wo ist der Viewpoint?

Beim langlaufen auf der Walking-Street ist eine große Karte der Insel aufgestellt. Genau auf dieser machten wir eine beeindruckende Entdeckung. Es gibt einen ausgezeichneten Viewpoint auf der Insel. Diesen hatten wir bei unseren Recherchen gar nicht auf den Plan. So machten wir uns den Tag darauf auf dem Weg zur westlichen Inselspitze, wo sich der Aussichtspunkt befinden sollte. Entlang der Betonstraße vorbei am Sunset Beach waren wir etwa 50 Minuten zu Fuß unterwegs, um am Ende zu merken, dass es gar kein ausgeschriebenen Viewpoint auf der Insel gibt. Am Ende der Betonstraße führte ein Sandweg weiter in den Jungle hinein, welchen wir folgten. Je tiefer wir über Wurzeln kletterten und der Weg immer mehr verschwand war uns klar, dass hier kein Aussichtspunkt mehr zu erwarten war. Links & Rechts führen kleine Wege zu versteckten Stränden wieder bergab. Auch der Aufstieg der Drohne zeigte uns schnell, dass es in der Umgebung keinen sichtbaren Viewpoint  gibt, wovon man eine tolle Aussicht erwarten kann.

Auf der Suche nach dem Koh Lipe Viewpoint ohne Erfolg

Der richtige Koh Lipe Viewpoint befindet sich nämlich gar nicht hier sondern auf der Nachbarinsel Koh Adang. Von dort aus bekommt man einen beeindruckenden Blick auf Koh Lipe und kann ein einmaliges Reisefoto machen. Um dort hinzugelangen haben wir uns vom Pattaya Beach aus ein Longtailboot-Taxi genommen und 100 Baht pro Person bezahlt. Vom Sunrise Beach ist dies natürlich auch möglich und sogar durch die geringere Entfernung etwas günstiger. Auf Koh Adang angekommen führt dann ein gut ausgeschilderter Weg zu den gleich 3 verschiedenen Viewpoints. Um zu dem besten Viewpoint Nummer 3 zu gelangen muss man von unten etwa 40 Minuten einplanen und genug Wasser mitnehmen. Wir haben auf dem Weg nach oben ordentlich geschwitzt, obwohl wir schon um 8 Uhr am Morgen gestartet sind. Den genauen Weg nach oben und mehr Bilder findet ihr auch in unseren Koh Adang Reisebericht.

Viewpoint auf Koh Adang mit Blick auf Koh Lipe

Ausflüge mit Longtailboot

Die Insel Koh Lipe selber bietet für eine Tagestour neben traumhaften Stränden gar nicht so viel zum Erleben an. Dafür sollte man sich unbedingt ein Longtailboot nehmen und die ganzen Nachbarinseln sowie Schnorchel-Spots erkunden. Auf der Walking-Street gibt es viele Tour-Anbieter, die an sich alle 3 Grund-Touren im Angebot haben. Natürlich kann man sich seine Tour auch privat selber zusammenstellen, muss dafür aber auch mind. das 10-fache bezahlen. Unsere Touren haben wir immer am Abend auf der Walking-Street gebucht und waren am Folgetag meist zwischen 2 und 8 Personen auf dem Boot. Die Preise liegen zwischen 650 bis 1000 Baht (16 bis 25 €) pro Person, was inkl. Mittagessen mehr als fair ist. Beachtet bei den Touren euer Nationalpark-Ticket, was ihr bei der Ankunft auf Koh Lipe bezahlt habt, mitzunehmen. Auf den Inseln warten Rangers, die das Ticket kontrollieren wollen. Wer es vergisst, muss die Gebühr von 200 Baht pro Person noch einmal bezahlen.

Koh Lipe Inselhopping-Touren am besten auf der Walking-Street buchen

Inselhopping & Schnorchel-Tour 1

Die erste Tour, die wir gemacht haben, ging zu den umliegenden Inseln und Schnorchel-Spots. Die Tour hat uns pro Person 550 Baht gekostet und ging von 9:30 bis 16 Uhr zum Nachmittag. Als wir starteten hatten wir das Glück, dass wir die einzigen waren und so das ganze Longtailboot für uns hatten. Auf der Tour ging es dann an folgende Stationen:

  • Jabang – Schnorchel-Spot
  • Koh Hin Ngam – Black Stone Insel
  • Koh Rawi – Traumstrand & Mittagessen
  • Koh Adang – Großer Strand wo man meist komplett allein ist
  • Koh Yang – Schnorcheln an einer der kleinsten Inseln

Die Tour ist sehr abwechslungsreich und bietet mit Koh Adang & Koh Rawi tolle Strände. Die Schnorchel-Spots hatten uns nicht so gefallen, da es Unterwasser einfach nix zu sehen gibt. Die Zeiteinteilung war gut bemessen, auch wenn wir auf den beiden großen Inseln mehr Zeit gebraucht hätten, um alles zu erkunden, Fotos zu machen und baden zu gehen. Einige Tage später hatten wir uns dann speziell für die beiden Inseln Adang & Rawi ein Privates Longtailboot genommen, wo wir genug Zeit hatten.

Strand von Koh Rawi
Leerer Strand auf Koh Adang

Faraway Inselhopping & Schnorchel-Tour 2

Die zweite Tour, die auf Koh Lipe angeboten wird, ist etwas umfangreicher und führt auf weiter entfernte Inseln. Sie hat uns um einiges besser gefallen als die erste und würden wir jeden anraten zu machen. Der Preis lag mit 650 Baht, was etwas höher ist, dafür aber auch beeindruckender. Es werden mehr Ziele angesteuert, die traumhafte Bilder ermöglichen:

  • Koh Hin Sorn – Felsformation im Wasser
  • Koh Ror-Kloy – Mini-Insel mit Traumstrand zum Mittagessen
  • Koh Dong – Monkeys am Strand
  • Koh Pung – Schnorchel-Spot mit toller Stein-Landschaft
  • Koh Bulu – Schnorchel-Spot
  • Koh Hin Ngam – Black Stone Insel

Das Highlight ist ganz klar Koh Ror-Kloy mit seinen einmaligen Strand und den flachen Wasser, was zum plantschen einlädt. Dort haben wir unser Mittag gegessen und 1 Stunde Zeit gehabt. Die Schnorchel-Spots haben uns ganz gut gefallen, auch wenn es keine großen Sachen zu sehen gibt.

Angekommen auf Koh Ror-Kloy
Koh Hin Sorn Felsformation

Sunset-BBQ & Plankton-Tour 3

Die letzte Tour, die wir gemacht haben, war ein kleiner Reinfall. Für 300 Baht pro Person starteten wir 17:30 Richtung Koh Adang, wo wir ein großen Strand ansteuerten. Hier haben wir uns niedergelassen um den Sonnenuntergang zu beobachten und den Grill anzuwerfen. Mit den Sonnenuntergang wurde es leider Wettertechnisch nix. Dafür war das BBQ was aus frischen Fisch, Garnelen & Hähnchen bestanden sehr lecker.  Nachdem wir alles verputzt hatten, ging es zu dem angeblichen Highlight der Tour, das leuchtende Plankton im Wasser. Dieses ist laut Crew nur im Dunkeln zu sehen, wodurch wir in der Dämmerung wieder Richtung Koh Lipe gestartet sind. Dort angekommen, stiegen wir am etwas weiter draußen am Rande des Pattaya Beaches ins Wasser. Durch Bewegungen im Wasser sollte sich dann das Plankton im Wasser leuchtend färben. So viel wir uns auch bewegt hatten, mehr als kleine leuchtende Minipunkte konnten wir im Wasser nicht ausmachen. Das Ganze war sehr weit von dem Weg, was wir auf den Bildern der Walking-Street Tour-Büros gesehen hatten. Um 20 Uhr sind wir dann wieder zurück gewesen. Die Plankton-Tour selber haben wir als Touristen-Nep gewertet und würden jeden davon abraten. Fragt lieber nach, dass ihr das leckere BBQ an Tour 1 oder 2 mit anhängen könnt.

BBQ am Koh Adang Strand

Schnorcheln & Tauchen

Das Schnorcheln gehört auf und um Koh Lipe zu einem festen Programm. Aber auch tauchen, soll man hier gut können. Wir selber waren nur Schnorcheln und können das Tauchen nicht wirklich beurteilen, aber die Video-Aufnahmen, die in den Dive-Shops auf der Walking-Street laufen, sehen schon sehr spannend aus. Beim reinen schnorcheln wurden wir aber nicht so richtig warm. Wir waren schon in einigen Ländern der Welt schnorcheln und was es um Koh Lipe zu sehen gibt, gehört eher zu den weniger Sehenswerten Korallen. Wer aber selten oder sogar zum ersten Mal schnorcheln geht, wird dennoch mit vielen Fischen, Seeigeln und einfach Korallen belohnt. Um Koh Lipe selber herum bieten sich besonders die 2 kleinen vorgelagerten Inseln (Koh Kra & Koh Usen) am Sunrise Beach an. Hier gibt es einige Stellen, wo man nette Unterwasserlandschaft erleben kann.

Am Pattaya Beach kann man nur an den beiden Enden des Strandes am steinigen Hang schnorcheln. Allerdings gibt es da nicht wirklich viel zu sehen. Das könnt ihr euch also sparen. Als letzten Punkt direkt auf der Insel hat man noch auf der linken steinigen Seite des Sunset Beach, die Möglichkeit ins Wasserzu  springen. Dort kann man bei Flut noch einige Korallen sehen. Die richtigen Schnorchel-Spots liegen aber etwas entfernt und werden bei den Longtailboots-Touren angesteuert. Dazu zählen: Jabang, Koh Bulu, Koh Pung oder Koh Yang.

Schorcheln bei Koh Bulu
Unterwasserwelt um Koh Lipe

Werde ein Trash-Hero

Auf dem Weg zum Strand haben wir zufällig das Werbeplakat von den Trash-Heros gesehen und waren gleich Feuer und Flamme für das Projekt. Hierbei handelt es sich um ein gemeinnütziges Projekt, was es wie auch auf Koh Lipe in ganz Asien gibt. Jeden Montagmorgen treffen sich Freiwillige, um Müll von den Stränden & Straßen zu holen, um so die Insel sauber zu halten.  Normalerweise sollte sich eine Insel-Verwaltung um so etwas kümmern. Da dies in Asien aber noch nicht selbstverständlich ist, waren wir froh solch eine Aktion auf der Insel zu sehen. Wer etwas Zeit entbehren kann, sollte hier unbedingt einmal dran teilnehmen. Man trifft super Leute und hat das Gefühl etwas Nützliches gemacht zu haben. Jeden Montag um 10 Uhr kann man am Pattaya Beach ohne Anmeldung dazu stoßen und loslegen.

Trash Hero jeden Montag! Mitmachen, Spass haben, Leute treffen & was gutes für Koh Lipe machen

Supermärkte auf der Insel

Auch wenn Koh Lipe eine relativ kleine Insel ist, gibt es doch eine Hand voll Supermärkte. Diese werden einmal von bekannten Kette 7-Eleven und der eher unbekannten Pattv Kette bedient. Zu finden sind diese direkt an der Walking-Street. Der Größte befindet sich in der Mitte der Vergnügungsstraße und bietet eigentlich alles an was ein Backpacker so braucht. Wir waren hier täglich drin um unsere Ration Schoki, kalte Getränke & Toilettenpapier zu holen. Ja richtig, Toilettenpapier! Unser Hotel hatte da gut gespart oder es einfach vergessen nachzulegen. Bei den Preisen unterscheiden sich die Märkte zum Teil stark. Selbst unter den zwei 7-Elevens, die es gibt. So haben wir für ein kleines 33cl Chang Bier einmal 39 Baht oder auch 65 Baht bezahlt.

7-Eleven Markt am Ende der Walking-Street
Im 7-Eleven auf der Walking-Street bekommt ihr alles was man braucht
Eingang zum PATTV-Supermarkt

Bars und Restaurants

Für wen das Chillen an der Beachbar & und gut essen gehen im Restaurant zu jeden Urlaub fest dazugehört, wird auf Koh Lipe ganz auf seine Kosten kommen. Die Insel bietet so einiges an Leckereien, wobei jedermanns Gaumen-Wunsch erfüllt werden sollte. Vom Steak-Restaurant über Burger bis hin zu traditionellen Thai-Gerichten bekommt man an sich alles. Was man aber unbedingt einmal gemacht haben sollte, ist frischen Fisch essen. Viele Restaurants auf und neben der Walking-Street bieten auf ihren Auslagen den Tagesfang an und bereiten ihn frisch auf dem Grill vor. Insgesamt sind die Preise fair, wobei wir pro Essen im Schnitt zwischen 100 & 400 Baht bezahlt haben.

Walking-Street Restaurant mit frischen Seafood in der Auslage

Bei den Bars gibt es ganze Reihe an spektakulären Möglichkeiten, wo man das Inselflair so richtig mit einem Cocktail in der Hand genießen kann. Für ein Caipirinha haben wir um die 160 Baht bezahlt, wobei die Qualität & Zubereitung  je nach Bar schon stark geschwankt hatte. Im Laufe des Tages hatten wir uns mit frischen Ananas- & Wassermelonen-Shakes versorgt, wo man mit ca. 100 Baht rechnen muss. Bei den Bars hat uns die Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach und die Maya Bar in der Mitte der Walking-Street mehr als begeistert. Sie bieten gerade zum Abend hin eine coole Atmosphäre, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben.

Sea La Vie Beach Bar am Abend
Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach
Die Maya Bar in Zentrum der Walking-Street
Am Abend in der Beach-Bar am Pattaya Beach

Karte von Koh Lipe

Insel Karte & Map von Koh Lipe

Geld tauschen und ATMs

Wer vor der Anreise keine Zeit hatte sich mit genug thailändischen Baht einzudecken, kann dies ohne Probleme auf Koh Lipe machen. Es befinden sich insgesamt 3 Bankautomaten (ATM) auf der Insel, die von der Krungsri Bank (Bank of Ayudhya) gestellt werden. Alle 3 befinden sich auf oder an der Walking-Street. Der erste liegt direkt am Eingang zu Vergnügungsmeile, wenn man vom Pattaya Beach kommt. Dieser war bei uns zum späten Abend hin aber gern einmal leer gezogen, weil dort die meisten Geld holen. Nur etwa 200 Meter weiter direkt am 7-Eleven befindet sich der zweite, wo wir immer Geld geholt haben. Der dritte Geldautomat liegt dann am Ausgang der Walking-Street in der Nähe vom Harmony B&B. Unabhängig vom Betrag wird für jede Abhebung eine Bearbeitungsgebühr von 220 Baht (4,50 €) erhoben. Wer seine Euro Scheine lieber direkt tauschen will, kann dies ohne Probleme auch in den meisten großen Hotels machen. Wir holen unser Geld immer per Kreditkarte direkt vom ATM, weil dies einfach ist, wir keine großen Scheine rumtragen müssen und die Wechselkurse nach unserer Erfahrung nicht schlechter sind.

Wege & Moped-Taxis

Im Zentrum der Insel führt zum großen Teil eine Betonstraße zu den wichtigsten Stränden und Hotels. Die letzten Meter sind dann einfache Sandwege, die easy zu begehen sind. Unterwegs trifft man einige Moped-Taxis an, die vom Boots-Pier/Immigration Office am Pattaya Beach oder Walking-Street aus die Touristen zu ihren Hotels bringen. Im Schnitt kostet eine Fahrt etwa 50 Baht pro Person. Wer ohne große Taschen unterwegs ist, kann die Wege aber auch alle zu Fuß laufen. Mann ist zum Beispiel vom Sunrise Beach bis zum Sunset Beach maximal 15 Minuten zu Fuß unterwegs.

Moped-Taxi am Sunset-Beach
Die Wege auf Koh Lipe sind überschaubar und zu Fuß zu erreichen

Die beste Reisezeit

Die angenehmste Koh Lipe Reisezeit mit trockenem Klima liegt zwischen November & April. Zu der Zeit gibt es die wenigsten Regentage und man kann von den meisten Sonnenstunden am Tag profitieren. Allerdings ist dies auch die Hauptsaison der Insel, wodurch relativ viele Touristen da sind. Wir waren bei unserer Reise Mitte Januar auf der Insel und hatten 2 wechselhafte Tage mit viel Wolken und leichten Regen erwischt. Eine Schönwetter-Garantie gibt es leider nie. Allerdings ist das Wetter Südthailands in der Andaman See aus unserer Erfahrung um den März meist am besten.

Wie viel Tage auf der Insel?

Wie viel Tage man auf Koh Lipe verbringen sollte, hängt natürlich von vielen unterschiedlichen Reisegewohnheiten ab. Wir bewerten die Reisedauer immer danach alles einmal erlebt zu haben, ohne dabei in Stress zu verfallen. Wenn man danach geht, würden wir euch raten mindestens 5 Tage auf der Insel zu verbringen. In der Zeit kann man in Ruhe alle Touren machen und Koh Lipe erkunden. Wer noch ein paar reine Strandtage braucht, um sich in der Sonne zu brutzeln, sollte an die 5 Reisetage einfach noch etwas dranhängen. Wir selber hatten bei unserer Reise nur 4 Übernachtungen geplant und am Ende noch 2 Tage extra drangehangen. Die Insel bat uns mehr als wir dachten und am Abend auf der Walking-Street ist einfach ein Erlebnis, wovon man nicht genug bekommt.

Unterkunft und Bungalows

Um auf Koh Lipe ein Hotel oder Bungalow zu bekommen, muss man nicht unbedingt Monate vorher buchen, weil man sonst Angst hat, nix mehr günstiges zu bekommen. Wir selber hatten unser Hotel 4 Monate vor der Anreise online gebucht, was uns aber preislich kaum Vorteile gebracht hatte. Vor Ort angekommen, haben wir schnell gemerkt, dass nur die großen Hotels im Internet wirklich präsent sind. Beim Spaziergang am Strand haben wir viele kleine Resorts gesehen, die mit freien Bungalows geworben haben und die wir bei unserer Online-Recherche in den großen Portalen nicht gefunden hatten. Viele der kleinen Bungalows-Resorts sind dabei aber auch eher für Backpacker geeignet, die kein großen Komfort erwarten. Gerade am Sunrise Beach gibt es ein großes Angebot an Unterkünften.

Große Bungalow Auswahl für jeden Preis auf Koh Lipe

Nachdem wir gemerkt hatten, dass wir mehr als nur 4 Tage auf der Insel verbringen wollten, war es für uns eine Kleinigkeit für 2 weitere Tage ein Zimmer zu bekommen. Ein Blick ins Internet mit der Info, wer noch freie Zimmer hat, kann die Suche aber auch vereinfachen. Die Preise direkt in den Hotels waren bei uns entweder gleich oder sogar etwas günstiger als bei Booking und Co.  Es lohnt sich aber immer, die freien Zimmer vorher einmal besichtigt zu haben. Nicht alle Bungalows oder Hotels sind wirklich empfehlenswert. Wir hatten einige Bungalows & Zimmer gesehen, die zwar günstig waren, aber keine Urlaubsstimmung versprühten.

Pool des Bundhaya Resorts

Dronen fliegen

Wer eine Drohne besitzt oder überlegt sich eine anzuschaffen, kommt auf und um Koh Lipe ganz auf seine Kosten. Bedingung dabei ist, sie mit Bedacht einzusetzen. Auf Koh Lipe selber haben wir die Drohne zu den Hauptzeiten, wo viele Touristen in der Nähe waren, am Boden gelassen. Auch wenn wir keine Anfeindungen hatten und die meisten eher “Cool a Drone“ ruften, find ich es nicht richtig, über die Köpfe von vielen Touristen zu fliegen und Aufnahmen zu machen. Aus dem Grund haben wir eher am Morgen, wo wenige Leute unterwegs waren die Drohne fliegen lassen. Auch an Stränden, wo kaum Touristen hinkommen, ist dies ohne Probleme möglich und macht riesig Spaß. So bekommt man einmalige Aufnahmen, die man sonst nur aus den Prospekten kennt.

Mit der Drohne über Koh Ror-Kloy

Auf den Touren mit dem Longtailboot hatten wir die Drohne stets dabei. Auf den verschiedenen kleinen umliegenden Insel befinden sich aber meist Ranger-Stationen, die aufpassen, was am Strand und der Umgebung passiert. Hier hatten wir vorher gefragt, ob es ein Problem ist, die Drohne zu starten. Die Ranger waren super entspannt und haben dafür grünes Licht gegeben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sie die Geräte schnell vom Himmel holen, wenn man vorher nicht fragt…

Tourismusentwicklung auf der Insel

Schon bei der Buchung war uns bewusst, dass Koh Lipe wie auch Koh Phi Phi mit zu den am stärksten besuchten Thailand-Inseln gehört. Dennoch muss dies nicht unbedingt ein Nachteil sein. Viele Reiseberichte, die wir vorher gelesen hatten meinten, dass es zu viel Touristen gegenüber ihren ersten Besuch geworden sind. Allerdings ist der erste Besuch immer etwas Besonderes, gerade weil man kein Vergleich hat. Wir hatten Koh Adang oder auch Koh Tarutao ohne Touristen erlebt und fanden das lebhafte Abendflair auf der Walking-Street von Koh Lipe sehr angenehm und abwechslungsreich. Wer sich aber gerade im Zentrum der Insel umschaut, sieht viele Baustellen. Es werden sehr hochwertige und moderne Hotels gebaut. Mein erster Gedanke dabei war, dass diese auf lange Sicht die einfachen Backpacker-Unterkünfte verdrängen könnten, was sehr schade wäre.

Backpacker am Pattaya Beach

Aktuell befindet sich auf der Insel eine sehr angenehme Mischung aus Backpacker & Pauschal-Touristen. Dies macht das ganze so spannend, abenteuerreich und besonders. Wenn dies irgendwann wegfallen sollte und die Touristenmassen aus dem russischen sowie chinesischen Raum einfallen, könnte dieses Flair verschwinden. Wir waren von Koh Lipe sehr positiv überrascht, diese Massen-Touristen- Bespaßung für Russen und Chinesen wie in Phuket nicht erleben zu müssen. Insgesamt haben wir auf Koh Lipe sehr viele Europäische Touristen gesehen, was gegenüber Phuket eine totale Erholung war, da die verschiedenen Touristen-Gruppen doch sehr unterschiedlich den Urlaub erleben und sich dabei geben.

Zusammenfassung & Bewertung

  • Die Anreise erfolgt nur via Fähre oder Speedboot
  • Geht am Abend auf die Walking-Street das Highlight der Insel
  • Besucht den Sunset Beach am Abend für den Sonnenuntergang
  • Macht ein Trip zum Viewpoint auf der Nachbarinsel Koh Adang
  • Erwartet vom Wat Hantalay Tempel nicht zu viel
  • Macht die beiden Longtailboot-Touren zu richtig coolen Inseln und Stränden
  • Spart euch die Plankton-Tour! Ein totaler Reinfall
  • Das Schnorcheln auf Koh Lipe hatte uns leider enttäuscht
  • Bar-Tipp! Trinkt ein Cocktail an der Sea La Vie Beach Bar am Sunrise Beach
  • Die Reisezeit im März bietet nach unserer Erfahrung das beste Wetter
  • Verbringt mindestens 5 Tage auf Koh Lipe um alles zu erkunden

Wie Koh Lipe von oben mit der Drohne aus aussieht und was die Umgebung bietet seht Ihr in folgenden YouTube-Video:

Bewertung der Reise-Erfahrungen & Insider-Tipps unserer Leser
[Gesamt: 1 Durchschnitt: 5]

1 Comment

  1. Hallo Rico,

    ein wirklich toller und ausführlicher Bericht, der sich mit den Eindrücken und Erfahrungen deckt, die wir auf Koh Lipe gesammelt haben. Deine Bilder lassen die totale Sehnsucht nach diesem wunderbaren Eiland aufkommen …
    Und: Danke, dass du mir den Zahn mit der Plankton-Tour gezogen hast. Die haben wir nämlich nicht mehr geschafft – und jetzt bereue ich das auch nicht mehr 😉

    Noch eine gute Zeit und viele Grüße,
    Michaela

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