Marokko Reiseberichte

Marrakesch Reisebericht mit Reise-Tipps für die Medina & Souks

Marrakesch ist eine der beeindrucktesten Städte Nordafrikas und bietet ein noch nie dagewesenes Erlebnis der orientalischen Lebenskultur. Marokkos Hauptstadt zählt etwa 1 Million Einwohner und ist eine von 4 Königsstädten des Landes. Auf unserer Marokko Rundreise haben wir die Möglichkeit gehabt die Stadt auf eigener Faust 2 Tage zu erkunden. Was man unbedingt an Sehenswürdigkeiten gesehen haben muss, was unsere Erfahrungen waren & und wie sicher Marrakesch ist erfahrt ihr im folgenden Marrakesch Reisebericht.

Flug nach Marrakesch

Unsere Reise starteten wir von Berlin-Tegel einen kalten März-Tag aus. Mit Iberia ging es erst einmal 3 Stunden nach Madrid wo wir ein Zwischenstopp hatten. Direkt danach ging es 2 Stunden weiter nach Marrakesch. Leider gab es keine Direktflüge von Berlin aus wodurch wir den Zwischenstopp in Kauf genommen hatten. Wer von München aus fliegt hat dir Möglichkeit mit Lufthansa oder Eurowings ein Direktflug zu buchen. Dort bezahlt man allerdings fast das Doppelte an Flugpreis wodurch ich euch eher ein Zwischenstopp-Flug raten würde. Günstige Preise bekommt man am besten via den bekannten Flug-Preisvergleichen. Unseren Flug hatten wir etwa 3 Monate vor Abreise gebucht obwohl die Preise auch 1 Monat davor noch relativ stabil waren. Angekommen sind wir dann am sehr neuen und modernen Marrakech Menara Airport (MUC). Bei der Ankunft konnten wir uns dann direkt auf die eher gemütliche nordafrikanische Mentalität der Beamten einstellen und warteten einige Minuten bei der Passkontrolle.

Marrakech Menara Airport (MUC)

Medina von Marrakesch

Die größte Sehenswürdigkeit von Marrakesch ist die Medina bzw. Altstadt welche auch als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist. Sie gibt einem die Atmosphäre aus 1001 Nacht und lässt einen in eine andere Welt eintauchen. In der Medina kann man sich einen ganzen Tag aufhalten ohne dass einem langweilig wird. Es gibt viele Märkte, historische Gebäude, Gärten und Museen. Nicht alle kann man in 1 bis 2 Tagen wirklich in Ruhe erkunden. Aus dem Grund zeigen wir euch welche Sehenswürdigkeiten sich in der Medina lohnen und wo man sich etwas mehr oder weniger Zeit einplanen sollte.

Djemaa el Fna – Platz der Gaukler

Da unser Hotel direkt am Djemaa el Fna lag und wir zum Nachmittag angekommen sind war unsere erste Station natürlich der Platz der Gaukler. Er ist der größte Marktplatz in der Altstadt und das beliebteste Reiseziel der Stadt. Der Name resultiert von den vielen Gauklern (Schaustellern) & Schlangenbeschwörern die sich vermehrt früher aber auch noch heute auf dem Markt befinden. Wer am Tag über den Markt läuft und die Gaukler sieht sollte beim Fotografieren bedenken, dass sie heute nur für Touristen aktiv sind und gegen eine Gebühr fotografiert werden wollen.

Unterhaltung am Gaukler-Markt

Zum Abend hin findet man auf den Platz auch die Flaschenangler. Hier versucht man ein Ring der an einer Angel befestigt ist über ein Flasche zu werfen. Wem das gelingt bekommt als Belohnung eine Coke oder Fanta. Da hier kein Tourist aktiv dabei war haben auch wir hier nur belustigend daneben gestanden und den einheimischen dabei zugeschaut.

Flaschenangler auf dem Gaukler-Platz

So richtig spannend wurde es aber dann sobald die Dunkelheit langsam eingetroffen ist. Der Platz wurde immer voller und die Garküchen bauten sich langsam auf. Die ersten Grills wurden angeworfen und mischten sich immer mehr leckere Gerüche über dem Markt. Nachdem wir noch ein Runde über den Markt gelaufen sind und bei einem der vollzähligen Obsthändler ein frisch gepressten Orangensaft getrunken haben, ging es für uns langsam durch die Garküchen-Meile. Hier versuchte jede Garküche mit lustigen Jokes uns zu Überzügen doch bei ihm ein Platz zunehmen. Sobald sich ein Tourist entschieden hat wurde dies groß gefeiert. Ein verrücktes Erlebnis was ein absolutes Muss ist. Wir haben hier am Abend auch 2-mal gegessen und waren von total überzeugt. Die Preise hier sind für marokkanische Verhältnisse etwas teurer, wobei ca. 60 Dirham (6 €) für ein Fleischspieß-Grillmix mit Brot & Gemüse nicht wirklich viel sind.

Eine leckere Auswahl an den Essenständen des Djemaa el Fna
Fleischspieße & Fladenbrot auf dem Gaukler-Platz

Beste Gaukler-Platz Aussicht vom “Brasserie du Glacier“ Grand Balcon

Wer sich im Vorhinein über den Platz informiert bekommt immer wieder beeindruckende Bilder bei Nacht vom Markt gezeigt. Genau diese Bilder wollten wir auch machen und waren auf der Suche nach einer guten Location bzw. Aussichtsplattform dafür. Am Ende sind wir auf den “Grand Balcon“ der Brasserie du Glacier gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Terrasse direkt bei den Garküchen am Gaukler-Platz. Wenn man diese betreten will muss vorher am Eingang ein Getränk im Wert von 25 Dirham (2,50 €) wählen und direkt bezahlen. Danach kommt man auf die Terrasse mit wenigen Sitzgelegenheiten. Man sollte hier kurz vor dem Sonnenuntergang herkommen damit man noch ein guten Platz mit perfekter Aussicht ergattern kann. Von dort aus hat man dann den besten Blick auf die Garküchen des Djemaa el Fna in der Nacht mit seiner beeindruckenden Beleuchtung.

Blick auf den Food-Court des Djemaa el Fna Markt
Ausblick auf die Djemaa el Fna bei Nacht

Souks von Marrakesch

Nach dem Gaukler-Platz gehören die Souks mit zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs. Diese haben wir uns zur Mittagszeit angeschaut und sind einige Stunden durchgeschlendert. Bei dem größten Basar Afrikas läuft man inmitten der Medina durch enge Gassen und Plätzen wo verschiedene Händler ihre Waren anpreisen. Souvenirs findet man hier mit hoher Sicherheit. Von Lederwaren, Keramik, Hängelampen, Teppichen bis hin zu Gewürzen findet man alles auf dem orientalischen Markt. Je nach Gasse oder Marktplatz gibt es unterschiedliche Themengbeiete wo die Handwerker ihre Waren anpreisen. Aber auch wer einfach nur Hunger hat wird dort fündig. In den Souks gibt es ein Platz mit vielen kleinen Garküchen wo die einheimischen Händler gerne für kleines Geld zu Mittag essen.

Viele Shopping-Möglichkeiten in den Souks
Grillstand in den Souks

Das ganze Souk-System wirkte auf uns wie eine unwirkliche Welt mit tausenden eindrücken. Allerdings ist es auch wie ein kleines Labyrinth aufgebaut. Man läuft und läuft und am Ende weiß man gar nicht mehr wo man ist. Wenn wir nicht mehr wussten wo wir sind liefen wir einfach so lange in eine Richtung bis wir aus der Medina waren und konnten dann an der Stadtmauer wieder zum Djemaa el Fna Markt als zentraler Punkt laufen.

Eingang zu den Souk El Kessabine

Unser Reise-Tipp! Lasst euch in den Souks nicht ansprechen. Viele wollen euch zu bestimmten Shops führen oder verlangen für den Weg Geld. Sollte das Trinkgeld dann nicht stimmen werden sie nervig.

Minztee am Rahba Kedima Square

Nach 2 Stunden im Souk brauchten wir eine Pause. Am Rahba Kedima Square haben wir uns dann ein Stopp gegönnt und uns in einem kleinen Dachterrassen-Kaffee nieder gelassen. Am Platz gibt es verschiedene Gewürzhändler und man gelangt von dort aus direkt zum Teppichbasar wo bei uns gar nix los war. Auf der Dachterrasse Platz genommen hatten wir eine richtig tolle Aussicht auf den Platz und das Leben darauf. Wir bestellten uns landestypischen Minztee und Gebäck. Der Minztee wird generell mit sehr viel Zucker getrunken, den man zum Glück selber portionieren kann. Dazu haben wir leckeres Mandelgebäck bekommen wo am Zucker ebenfalls nicht gespart wurde. Leckermäuler kommen hier also ganz klar auf ihre Kosten. Das Ganze hat uns zusammen nicht ganz günstige 70 Dirham (7 €) gekostet. Dies war aber für die Location mit der Aussicht vollkommen in Ordnung.

Dachterrasse am Rahba Kedima Square
Marokkanischer Minztee mit Mandel-Gebäck

Koutoubia-Moschee und Minarett

Die Koutoubia-Moschee ist das große Wahrzeichen von ganz Marokko. Sie erreicht man am besten zu Fuß vom Gaukler-Platz aus wovon man schon das große Minarett sehen kann. Die Moschee selber kann man nur von außen besichtigen. Um rum gibt es kleine Gärten wo wir uns etwas von der Markt-Tour ausgeruht und getrunken haben. Das Minarett wird abends sehr schön beleuchtet was immer ein Foto wert ist.

Die Koutoubia-Moschee mit Minarett in der Nacht mit wartenden Kutschen

Bahia-Palast

Der Bahia Palast umfasst ein Gelände von ca. 8000 m² wobei man sich selber nur ein kleinen Teil anschaut. Der Palast beeindruckt besonders durch seine detaillierten Mosaikarbeiten oder geschnitzten Zimmerdecken. Er dient gern auch als Kulisse von Filmemachern aus aller Welt. Heute steht der Palast leer. Um alle Räume und die kleine Gärten zu sehen sollte man etwa 1 Stunde einplanen. Die Öffnungszeiten sehen wie folgt aus:

Uhrzeit täglich von 08:30 bis 12.00 & 14:30 bis 18:00
Eintrittspreis 10 Dirham p.P

 

Beeindruckender Innenhof im Bahia-Palast
Kunstvolle Gänge des Bahia-Palastes

Saadier-Gräber

Bei den Saadier-Gräbern handelt es sich u eine Grabstätte die für die Nachkommen des Propheten im 16. Jahrhundert angelegt wurden. Diese befinden sich in einem Mausoleum welche über einen sehr kleinen und engen Gang zu besichtigen sind. Vor dem Mausoleum bilden sich wartende Touristen-Schlangen damit jeder einmal ein Blick in die Halle werfen kann. Das zweite und kleinere Mausoleum  ist da schon zugänglicher und beherbergt weitere Saadier-Familienangehörige. Dieses liegt in einem kleinen Garten und ist offen gehalten. Aus unserer Sicht insgesamt eher unspektakulär und wenig lohnenswert.

Im Mausoleum der Saadier-Gräber

Dar-Si-Said das Museum für Marokkanische Kunst

Das Dar-Si-Said ist das meist besuchte Museum der Stadt und ist in ein 2-stöckiges Palais aufgeteilt. Hier konnten wir uns die Geschichte des marokkanischen Kunsthandwerks und Architektur genauer anschauen. Der Palast selber ist dem Bahia-Palast relativ ähnlich. Es gibt verschiedene kleine Innenhöfe und Gärten zu erkunden. Die unterschiedlichen Räume mit gefliesten Mosaiken wurden vor einigen Jahren erst aufwändig renoviert. Highlight des Museums ist das über 1000 Jahre alte andalusische Brunnenbecken inmitten eines Innenhofs. Es ist wohl eine absolute Seltenheit in der arabischen Welt und somit einzigartig in der islamischen Kunst. Uns selber hat der Bahia-Palast allerdings besser gefallen. Da beide relativ ähnlich vom Aufbau und Sehenswürdigkeiten sind würden wir euch den Bahia eher anraten zu besichtigen.

andalusisches Brunnenbecken im Dar-Si-Said
Decken-Mosaike im Dar-Si-Said Museum

Bab Agnaou Stadttor

Das bedeutendste Stadttor der Medina von Marrakesch liegt direkt neben den Saadier-Gräber. Es wurde aus Bruch sowie Ziegelsteinen erbaut und hebt sich daher deutlich vom Lehmbau der Stadtmauer ab. Über dem Torbogen kann man eingehauene arabische Schriften & Verzierungen ablesen. Es ist von beiden Stadttoren das deutliche schönere. Das Bab el Robb Stadttor ist dagegen viel langweiliger und brauch man nicht wirklich sehen.

Eintritt in die Medina durch das Bab Agnaou Stadttor

Ausflüge von Marrakesch aus

Wer von der großen quirligen Stadt genug hat und einmal raus will, kann von Marrakesch aus viele Tages-Touren machen. Die Sehenswürdigkeiten sind sehr vielfältig und der Vorteil das Hotel nicht wechseln zu müssen hat auch etwas für sich. Wir haben uns auf unserer Rundreise für diese 4 Touren entscheiden:

Was man auf den Touren zu sehen bekommt erläuterten wir in extra dafür angelegten Reiseberichte da es diesen Post hier sonst sprengen würde.

Ausflug zu den Ouzoud-Wasserfällen
Trekking als Tages-Tour im Ourika-Tal

Essen in Marrakesch

Wer in Marrakesch etwas Gutes zu Essen mit marokkanischen Flair haben will sollte dies unbedingt in Souks oder auf dem Gaukler-Platz erleben. Typische einheimische Gerichte sind:

  • Tajine (traditioneller Eintopf) mit Gemüse oder Merguez
  • Brochette (Fleischspieße)
  • Couscous mit Gemüse oder Hühnchen

Diese bekommt man zum Mittag am besten in den Souks an kleinen Grillständen to go auf die Hand oder mit kleinen Sitzgelegenheiten unter einheimischen. Die Preise liegen hier bei etwa 20 bis 40 Dirham pro Gericht. Zum Abend hin sollte man unbedingt die Garküchen auf dem Djemaa el Fna nutzen. Hier sind die Gerichte etwas teurer aber dafür bekommt man ein einmaliges Erlebnis. Wer es eher etwas gehobener mag kann eines der vielen Restaurants am Rande des Gaukler-Platzes nutzen. Hier bekommt man auch einheimische Küche in einem etwas exklusiveren Ambiente. Da uns das marokkanische Flair hier eindeutig fehlte und die europäischen Preise uns nicht passten, haben wir diese links liegen lassen und uns lieber ins Getümmel gestürzt. Außerhalb der Medina gibt es ebenfalls unzählige gute Restaurants mit fairen Preisen. Wem die Altstadt also zu hektisch ist kann dort sehr gut und in Ruhe etwas zu essen bekommen.

Essen auf der Djemaa el Fna Garküchen-Meile

Orientalische Gewürze

Marrakesch ist bekannt für seine bunten und sehr intensiven Gewürze. Wenn man durch die Souks läuft bekommt man an vielen Ecken die Möglichkeit sich mit vielfältigen Gewürzen von den großen Bergen einzudecken. Davon würden wir aber abraten. Die Stände sehen beeindruckend aus, liefern aber selten frische Gewürze. Die Berge an Gewürzen werden fast nie abverkauft wodurch sie relativ alt sind und an der Luft sowie Sonne an Geschmack verlieren. Des Weiteren sammelt sich mit der Zeit eine kleine Staubschicht auf den Bergen an was die Gewürze verunreinigt. Aus dem Grund sollten die orientalischen Gewürze entweder schon abgepackt oder außerhalb der Souks in kleinen Läden wo auch die einheimischen einkaufen gekauft werden.

Nuss- & Gewürz-Händler in den Souks von Marrakesch

In der Medina verteilt gibt es auch Gewürzläden die auf Touristen spezialisiert sind und Kostproben geben. Dort waren wir auch drin und würden dringend davon abraten. Hier werden ganze Reisegruppen durchgeschickt und die Gewürze für das 5 bis 10-fache des normalen Marktpreises verkauft. Wir haben uns wie in einer aufgesetzten und runtergespielten Verkaufsveranstaltung gefühlt. Beim Beobachten der Kasse konnten wir sehen, dass jeder Urlauber einer Reisegruppe mind. 400 Dirham oder 40 € für Gewürze und Cremes dagelassen hat. Verrückt wenn man die realen Preise außerhalb der Altstadt kennt.

Handeln auf dem Basar

Beim Schlendern durch die Souks und Märkte von Marrakesch wird man schnell verleitet das ein oder andere Souvenir mitzunehmen. Die Preise scheinen für Europäer fair und das Geld ist im Urlaubsmodus schneller ausgegeben als zu Hause. Hierbei muss man aber umdenken. Die Durchschnittsgehälter sind in Marrakesch viel niedriger als zum Beispiel in Deutschland oder Frankreich. Die meisten Touristen zahlen die genannten Preise weil sie handeln nicht gewohnt sind.  Marokkaner sind allerdings das handeln untereinander gewohnt und gehen in den Peis meist deutlich runter. Aus dem Grund sollte jeder hier seine Chancen nutzen und ein guten Preis für beide Seiten aushandeln. Hier ein paar Beispiele welche Preise wir erhandelt haben:

Produkt ausgehandelter Preis
süßen weißen Nougat (große Stange) 130 auf 50 Dirham
Gewürzmischung (30g) 40 auf 20 Dirham
kleine Keramik Tajine 100 auf 60 Dirham

 

Nacht-Markt mit orientalischen Lampen am Gaukler-Platz

Geld am Flughafen Umtauschen

Wer nach Marrakesch fliegt kommt mit der Europäischen Währung dort nicht wirklich weit. Um also vor Ort flüssig zu sein braucht man einheimischen marokkanischen Dirham. Ich würde jeden davon abraten Bargeld mitzunehmen und vor Ort im Hotel oder Wechselstuben zu tauschen. Oft fallen dort Gebühren an oder der Wechselkurs ist schlecht. Am einfachsten und sichersten holt man Geld mit der Visakarte am Bankautomaten. Direkt am Flughafen befindet sich die Banque Populaire und BMCE wo man am einfachsten Geld abheben kann. Dies hatten wir bei unserer Tour auch gemacht und verlief zu einem sehr guten aktuellen Wechselkurs von ca. 1 EUR zu 11 Dirham reibungslos. Bei unseren Recherchen vor der Reise wurde empfohlen den Beleg des Automaten als Beweis gut aufzubewahren. Es soll wohl Banken geben die am Ende mehr abrechnen als zu dem Zeitpunkt abgehoben wurde. Lustiger weise war bei fast allen Geldautomaten wo wir Geld abgehoben haben das Druckerpapier alle. Somit hatten wir selten ein Beleg nach dem Geld abheben. Am Ende wurde bei uns aber alles richtig & korrekt abgebucht.

Ist Marrakesch sicher?

Die Frage ob Marrakesch sicher ist haben wir vor unserer Reise von vielen Familienmitgliedern gestellt bekommen. Und diese Frage können wir sowohl vor als auch nach unserer Tour mit JA beantworten. Oder anders gesagt ist Marrakesch unserer Meinung nach genauso sicher wie andere große europäische Hauptstädte. Marokko ist das stabilste Land Nordafrikas und wird noch von einen König regiert was Marrakesch eine relative Sicherheit gibt. Polizei ist rund um die Medina präsent und vermittelt einen gewissen Schutz. Natürlich muss man sich auch hier wie in anderen Städten vor Taschendieben schützen und sollte nicht so leichtsinnig sein. Teure Kameras oder Smartphones sollte man nicht die ganze Zeit um den Hals oder in der Hand tragen. Rucksäcke haben wir im Getümmel Souks oder Djemaa el Fna immer nach vorn getragen wodurch uns keiner unbemerkt etwas entwenden konnte. In den Garküchen zum dunklen Abend hin haben wir aber auch teilweise nix weiter außer etwas Geld und den Hotelschlüssel dabei gehabt. So läuft es sich entspannter durch die Menschenmassen.

Kasbah Übernachtung in der Medina

Wer in Marrakesch übernachtet sollte sich unbedingt ein Hotel in der Medina suchen. Unser Hotel lag direkt am Gaukler-Platz wodurch wir in nur 2 Minuten den Markt sowie die Souks erreichen konnten. Als Hotel diente bei uns eine restaurierte Kasbah was ehemalige eine kleine Festung mit Innenhof aus der osmanischen Zeit war. Ein absolutes Muss für jeden der einmal die 1001 Nacht Atmosphäre kennenlernen will. Wir waren absolut begeistert da wir es so noch nicht übernachtet hatten. Die Preise liegen hier bei etwa 40 bis 60 € pro Tag und Zimmer.

Unser Kasbah als Hotel im Zentrum der Marrakech Medina

Packliste

So eine richtige Packliste für eine Stadt wie Marrakesch ist schwierig. Da kommt es immer darauf an was man genau vorhat. Für jemanden der viele Trekking-Tagestouren vor sich hat ist eine andere Packliste vorgesehen als jemanden der nur Sightseeing in der Medina macht. Allerdings können wir einen wichtigen TIPP für Marrakesch und die Altstadt geben. Männer sollten für die Sehenswürdigkeiten eine lange Hose anziehen und auf ärmellose Shirts verzichten. Bei Frauen ist besonders zu achten, dass sie die dortige religiösen Gegebenheiten respektieren und ebenfalls auf kurze Hosen oder zu freizügige Tops verzichten.

Die richtige Reisezeit für Marrakesch

Die beste Reisezeit um Marrakesch zu erkunden liegt Frühling von März bis Mai und im Herbst von September bis November. In den Zeiträumen liegen die Temperaturen am Tag bei angenehmen 22 bis 28 Grad und man kann ohne zu viel zu schwitzen die Souks unsicher machen. Im Hochsommer gehen die Temperaturen bis an die 40 Grad Grenze was sehr unangenehmen werden kann. Unser Reisezeit-Tipp ist der Anfang März. Zu der Zeit sind noch wenig Touristen vor Ort wodurch man die Tages-Touren von Marrakesch aus auch ohne großen Reisegruppen erkunden kann. Allerdings fllen die Temperaturen in der Nacht gern unter 10 Grad wodurch man zum morgendlichen Trekking noch relativ warme Kleidung dabei haben sollte.

Zusammenfassung & Bewertung

  • Fliegt Anfang März nach Marrakesch und genießt die Ruhe vor dem Sturm
  • Nehmt euch ein traditionelles Kasbah in der Medina als Hotel
  • Besucht Djemaa el Fna Markt und geht dort abends Essen
  • Nehmt euch mittags mind. 2 Stunden Zeit um die Souks zu erkunden
  • Handelt auf dem Basar und trinkt ein Minztee
  • Bewundert die die Gärten & orientalische Handwerks-Kunst im Bahia-Palast
  • Macht eine kleine Pause in den Gärten der Koutoubia-Moschee
  • Die Saadier-Gräber haben uns etwas enttäuscht aber sollte man gesehen haben
  • Geht unbedingt auf dem Food-Court des Gaukler Platzes Tajine oder Brochette essen
  • Geht durch das mit Störche besetzte Bab Agnaou Stadttor
  • Macht mind. eine Tages-Tour nach Ouarzazate oder Ouzoud
  • Holt Geld am besten vom Bank-Automaten

Wie einzigartig Die Stadt Marrakesch ist und was man erwarten kann seht ihr in folgenden YouTube-Video:

Bewertung der Reise-Erfahrungen & Insider-Tipps unserer Leser
[Gesamt: 6 Durchschnitt: 4.5]

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Impressum Datenschutzerklärung

Close