Reiseberichte Vietnam

Phu Quoc Insel Reisebericht mit Vietnam Reisetipps

Wenn es ums entspannen und baden geht gehört die Insel Phu Quoc zu den beliebtesten Reisezielen in Vietnam. Sie ist die größte Insel des Landes und beherbergt auf einer Fläche von etwa 560 km² ganze 100.000 Einwohner wovon die meisten in der Hauptstadt Duong Dong leben. Mit den 8 wundervoll weißen Sandstränden liegt ein kleines Paradies gerade mal 50 km vom vom Festland entfernt. Wir waren 3 Tage auf der Insel und haben tolle Erlebnisse gehabt. In den folgenden Reisebericht versuche ich euch ein paar Reisetipps und tolle Eindrücke mitzugeben.

Anreise auf Phu Quoc

Auf die Insel kann man über 2 Wege anreisen. Das wäre einmal per Flugzeug oder einmal per Speedboot. Wer mit dem Boot anreisen will muss von Rach Gia oder Ha Tien starten. Nur hier gibt es Bootsverbindung zur Insel. Ihr müsst von Rach Gia etwa 2,5 Stunden einplanen und von Ha Tien aus ca. 1 Stunde. Wir sind von Gia aus gestartet und hatten die etwas längere Tour zur Insel. Ihr solltet die Tickets für die überfahrt unbedingt im Vorhinein kaufen. Die Preise liegen bei etwa 10 bis 15 € für eine Fahrt pro Person. Wir hatten das Ticket von Superdong Ferry über unsere Reiseagentur buchen lassen. Wie sahen aber viele Backpackers am Hafen die 2 Stunden vor abfahrt keine Tickets mehr bekommen haben oder bis zu 50 € zahlen sollten.

Wer von Hanoi oder Saigon kommt sollte direkt mit dem Flugzeug anreisen. Hier fliegen täglich verschiedene Fluggesellschaften wie Vietnam Airlines, Jetstar Pacific Airlines oder VietJet Air. Wer früh Bucht bekommt Preise von gerade mal 30 bis 50 € pro Flug und Person. Der Phu Quoc International Airport liegt nur 5 km von Stadtzentrum entfernt und wurde Ende 2012 eröffnet. Der alte Flughafen liegt nur 10 km entfernt und wurde aufgrund zu geringer Kapazitäten außer Betrieb genommen. Der neue Airport soll bis zu 3 Mio. Urlauber im Jahr abfertigen können was etwa die Zehnfache zum alten ist.

 

Phu Quoc Hafen bei Anreise
Phu Quoc Hafen bei Anreise

Moped mieten und die Insel erkunden

Die einfachste und beste Möglichkeit die Insel zu erkunden besteht mit dem Motorroller. Diese kann man in den meisten Hotels direkt mieten oder geht Richtung Duong Dong wo es meherer kleine Anbieter gibt. Wir haben im Hotel 12 € pro Tag bezahlt. Das ist etwas mehr als man draußen auf der Straße zahlt (9 €) dafür hatten wir die Mopeds aber 24 Stunden am Tag und konnten direkt vom Hotel aus starten. Um die ganze Insel zu erkunden braucht man etwa 2 Tage. Wir haben ein Tag den Norden gemacht und den anderen Tag den Süden.

Wenn Ihr euch auf dem Weg in den Norden macht würde ich euch raten ein vollen Tank zu haben weil dort oben kaum Tankstellen sind. Auf der ganzen Insel wird gebaut sowohl Hotels als auch die Straßen. Daher solltet ihr euch auf unterschiedliche Straßenbedingungen einstellen. Ein geringer Teil ist gut ausgebaut. Die meisten Straßen sind reine Sandpisten die jetzt nach und nach betoniert werden. Bei den ganzen Baustellen gibt es viele gefährliche Stellen wo man sich wie auf Treibsand fühlt mit dein kleinen Rollern. Es gibt aber noch viele Touren die durch alte Dörfer führen und die reine Inselidylle zeigen. Die Menschen dort sind super nett und bieten dir an mit Ihnen eine Cola zu trinken. Schon verrückt wenn man bedenkt das sie nur ein paar Kilometer weiter Dörfer abbaggern  um dort Luxushotels zu bauen. In den ganzen 3 Tagen wo wir mit dem Roller unterwegs waren haben wir kaum Touristen gesehen. Uns war es ein Rätsel wer in die ganzen neuen Hotels reingehen soll wenn wir selber kaum Touristen auf der Insel sahen.

 

Im Outback der Insel
Im Outback der Insel

Strände der Insel

Dadurch das wir den Motorroller hatten, konnten wir auch ohne Probleme alle Strände erkunden die uns die Insel geboten hat. Anfangen möchte ich aber mit dem größten Strand wo auch unser Hotel beherbergt war.

Bai Truong Beach

Der Bai Truong Beach bietet mehrere Kilometer weißen Sand. Er besitzt den längsten Strandabschnitt der Insel und hat die meisten Hotels. Die günstigsten Strandhotels finden sich hier und liegen in der 2 bis 4 Sterneklasse. Es wird einem hier die meiste Unterhaltung geboten. Von Massageangeboten bis Jetski kann alles gemacht werden. Es gibt auch einige kleine Agentouren am Strand die Tagestouren verkaufen. Ich würde von der Buchung dort abraten weil die Preise überteuert sind und man mehr auf Shoppingtour unterwegs ist als was tolles zu sehen. Dafür das es der größte Strand ist mit den meisten Hotels habe ich auch hier wieder die Masse an Touristen vermisst. Es war für die Hauptsaison März erstaunlich wenig los. Abends bieten die Hotels am Strand frischen Fisch an der direkt am Wasser gegessen werden kann. Die Preise sind überteuert. Wo Ihr besser essen könnt verrate ich euch später beim Punkt “Essen auf der Insel“.

Kleine Fischer am Bai Truong Beach
Kleine Fischer am Bai Truong Beach

Bai Khem Beach

Der Bai Kem Strand ist aus meiner Sicht der beste Strand auf ganz Phu Quoc. Ihr gelangt in ein natürliches Paradies aus perlweißen Sandstrand, malerischen Fischerdorf und kleinen Strand-Fischrestaurants. Der Beach liegt im Süden der Insel und ist am besten per Moped zu erreichen. Der Strand wurde bis 2014 noch vom Militär genutzt und wurde danach an die Insel wieder übergeben. Aus dem Grund gibt es dort weder Hotels noch Touristen. Jeden Morgen bis 11 Uhr gibt es ein Fischmarkt wo man frischen Fisch kaufen kann. Wir waren etwas später da und haben diesen leider verpasst.

Nach der Ankunft musste ich mich erst einmal mit meiner Kamera austoben. Ich kam mir Fototechnisch vor wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Nach der ersten Fototour haben wir am Strand typisch vietnamesisch selbst gemachte Sommerrollen mit gerillten Fisch gegessen. Bezahlt haben wir dafür 30.000 Dong was gerade einmal 1,50 € war. Man wird teilweise als Tourist skeptisch angeschaut was klar aussagt das hier nicht viele Touristen herkommen. Wenn man etwas weiter am Strand lang geht kommt man zu ruhigen Badestellen wo keine Fischer oder Restaurants sind. Hier könnt ihr traumhaft baden. Bei Abfahrt bedenkt bitte das Ihr 5000 Dong fürs Parken des Mopeds bezahlen müsst.

Aussicht auf Bai Khem Beach
Aussicht auf Bai Khem Beach
Sommerrollen selbst gemacht am Bai Khem Beach
Sommerrollen selbst gemacht am Bai Khem Beach
Natürlichkeit des Bai Khem Strandes
Natürlichkeit des Bai Khem Strandes
Fischer am Bai Khem Beach
Fischer am Bai Khem Beach

Sao Beach

In allen Reiseführern wird der Sao Strand als das Highlight der ganzen Insel angepriesen. Das der Strand schön ist kann man nicht bestreiten. Ein Problem gibt es aber. Die Touristen die wir im ganzen Urlaub nicht gesehen haben sammelten sich alle genau an diesem Strand. Sie werden mit Bussen angefahren und buchten es als Tagestour. Es gibt viele Bars und Restaurants. Von Sportaktivitäten, Bootstouren bis hin zu Massagen bekommt hier alles. Für mein Geschmack zu sehr touristisiert. Aber er sollte auf jeden Fall einmal gesehen werden.

Tauchen und Fischen am Sao Strand
Tauchen und Fischen am Sao Strand
Sao Beach mit Sandbank
Sao Beach mit Sandbank
Sao Beach mit vielen Touristen
Sao Beach mit vielen Touristen

Vung Bau Beach

Beim Vung Bau Strand haben wir Mittag gemacht. Am Strand ist ein kleines Resort was wundervolles Essen gekocht hat. Der Strand ist relativ klein aber dafür fühlt man sich sehr familiär und es besteht ein persönlicher Touch. Hätten wir das Resort mit ein den paar Bungalows früher entdeckt hätten wir wohl dieses gewählt auch wenn es nur via Moped zu erreichen ist und etwas abseits liegt. Der Strand an sich ist super. Man kann klasse baden und man hat ein tolles Panorama. Ihr solltet hier auf jeden Fall ein Stopp machen. Wer ein kleines Hotel etwas abseits vom Schuss sucht findet für den Badeurlaub hier das passende:

  • Hotel: Vung Bau Resort
  • Preis: ca. 30 € die Nacht
  • Essen: perfekte vietnamesische Küche ab 3 € bzw 80.000 Dong
  • Strand: sauber und perfekt zum baden (nur an einer Seite ein paar Steine)
  • Touristen: meist Backpackers
Vung Bau Beach mit Hotel
Vung Bau Beach mit Hotel
Mittagessen am Vung Bau Beach
Mittagessen am Vung Bau Beach

Bai Dai Beach

Der Dai Strand liegt im Nordwesten der Insel und gehört mit seiner Länge von 7 km zu den längsten Strandabschnitten auf Phu Quoc. Bis Ende 2010 gab es hier so gut wie keine Hotels wodurch der Strand als Geheimtipp galt. Seit ein paar Jahren werden hier vereinzelte Hotels und Anlagen gebaut. Touristen sahen wir am Strand nicht aber das wird sich wohl in Zukunft ändern.

Cua Can Beach

Am Cua Can Strand haben wir nur ein kurzen Stopp gemacht. Der Beach ist relativ lang und ungepflegt bzw. natürlich. Uns hatte nix eingeladen dort baden zu gehen. Da fehlte irgendwie die Gemütlichkeit.

Ganh Dau Beach

Wer die Nordtour macht kommt am Ganh Dau Strand vorbei. Hier haben wir eine kleine Pause gemacht und eine Cola in der Hängematte getrunken. Der Strand ist schön lädt aber nur in der nähe des Peppercorn Hotels zum Baden ein. Wenn ihr von dort weiter Richtung Osten fahrt geht es über eine lange unbefestigte Waldpiste durch den Urwald. Bis zum nächsten Rach Tram Beach braucht ihr etwa 2 Stunden. Wir hatten die Zufahrt zum Strand nicht gefunden weswegen wir wieder umgedreht sind Richtung Duong Dong. Wenn Ihr vom Norden in Richtung der Hauptstadt fahrt müsst Ihr aufpassen. Hier wird direkt durch die Insel eine Schnellstraße gebaut. Das ist relativ abenteuerlich und nix für Angsthasen. Die Straße wechselt aller paar 100 Meter seine Beschaffenheit. Von Beton, loser Sand bis hin zu kaum unbefestigten Holzlattenbrücken ist alles dabei. Wir hatten kurz überlegt umzudrehen, aber dies würde bedeuten ein Umweg von 3 Stunden im Kauf zu nehmen. Diese Straße ist dennoch die schnellste und kürzeste Möglichkeit wieder in die Hauptstadt zu kommen.

Hauptstadt Duong Dong

Das Lebenszentrum der Insel ist die Stadt Duong Dong. Durch die direkte Lage am Flughafen und Anbindung zum größten Truong Strand der Insel tummeln sich hier die meisten Menschen. Wer bei der vielen Inselentspannung doch mal Leben und Action braucht sollte hier herkommen. Neben ein täglichen frischen Gemüsemarkt wird alles angeboten was das Herz begehrt. Um den Markt zu erreichen, muss man über die Brücke auf der Nguyen Trung Truc Straße. Beim Übergang sollte man ein Blick auf den kleinen Hafen werfen der sehr idyllisch innerhalb der Stadt liegt und es Mehr Boote als Platz gibt. Der große Hafen ist wiederum direkt am Ende des Truong Beaches.

An der Spitze des Piers liegt der Dinh Cau Tempel. Der Tempel steht auf einem Felsen und integriert einen kleinen Leuchtturm. Zum buddhistischen Tempel kann man hinauflaufen nur leider nicht auf den Leuchtturm drauf. Schade, ich habe mir von dort tolle Bilder erhofft. Direkt am Eingang zum Nachtmarkt ist ein kleiner Fotoladen der auch Passbilder macht. Der laden war für uns sehr praktisch da wir unsere Passbilder für die spätere Überfahrt nach Kambodscha vergessen hatten und diese hier machen konnten.

Großer Hafen in Duong Dong
Großer Hafen in Duong Dong
Dinh Cau Nachtmarkt am Tag
Dinh Cau Nachtmarkt am Tag
Dinh Cau Tempel auf Felsen an Hafen
Dinh Cau Tempel auf Felsen an Hafen
Kleiner Hafen am Fluss von Duong Dong
Kleiner Hafen am Fluss von Duong Dong
Gemüse und Hühner auf dem Markt
Gemüse und Hühner auf dem Markt

Der Dinh Cau Nachtmarkt

Direkt am Tempel geht es zum Dinh Cau Night Market der jeden Abend ab 17 Uhr geöffnet hat. Hier bekommt man wohl die frischesten und besten Fischgerichte von der Insel. Von Garnelen, Muscheln bis hin zur Languste wird alles frisch oder direkt vom Grill angeboten. Die Preise beginnen ab 50.000 Dong was etwa 2 € sind. Je nach Fischart kann dies natürlich teurer werden. Die Sitzplätze sind auf dem Markt zum essen sehr eng und meist schon ab 19 Uhr Abends voll besetzt. Ihr solltet daher etwas Zeit mitbringen. Erst gegen 22 Uhr abends wird es etwas ruhiger. Neben Fisch essen kann man hier auch verschiedene Souvenirs kaufen. Neben der berühmten vietnamesische Fischsauce bis hin zu verschiedenen Muschel-Ketten ist alles dabei. Ein besonderes Highlight für meine französische Freundin war Crepesstand der frische Nutella-Crepes angeboten haben. Der ganze Markt ist hell und wundervoll erleuchtet und bietet tolle Fotomotive. Besonders am Tempel bekommt ihr ein einmaliges Strandpanorama bei Nacht.

Dinh Cau Nachtmarkt in Duong Dong
Dinh Cau Nachtmarkt in Duong Dong
Fischrestaurants auf Nachtmarkt in Duong Dong
Fischrestaurants auf Nachtmarkt in Duong Dong
Duong Dong Strand bei Nacht
Duong Dong Strand bei Nacht

Essen auf der Insel

Das Essen auf Phu Quoc ist sehr gut und reichhaltig an Fisch was für eine Insel normal ist. Die Preise unterscheiden sich allerdings sehr stark. Wer im Hotel oder in sehr touristischen Restaurants isst bezahlt zwischen 10 und 15 € pro Essen. Dies sind sehr europäische Preise und entspricht nicht dem vietnamesischen Preisniveau. Wer wie eben erläutert auf dem Nachtmarkt oder in kleinen einheimischen Restaurants isst liegt preislich eher zwischen 2 und 7 €. Das Essen ist aus meiner Sicht dort um einiges authentischer und von der Qualität mindestens genauso gut. Ihr müsst evtl. ein paar Abstriche bei der Präsentation machen bzw. selber ein paar Gräten vom Fisch entfernen. Ansonsten bekommt man natürlich auch andere Gerichte als Fisch. Wir hatten am Vung Bau Beach ein perfektes Chicken mit Gemüse, Reis und Fischsauce.

Frische Fischauswahl im Nachtmarkt von Duong Dong
Frische Fischauswahl im Nachtmarkt von Duong Dong

Unter Hotel: Sea Star Resort

Nachdem wir die verschiedenen Hotel-Preisvergleichsseiten durchgestöbert haben, sind wir nach langer Suche auf das Sea Star Resort am Bai Truong Beach gestoßen. Unsere Kriterien für das Hotel waren:

  • günstig
  • na am Zentrum um gut Essen gehen zu können
  • direkt am Wasser
  • eigener Bungalow am Wasser

Sämtliche Punkte haben wir im Sea Star gefunden. Wir hatten in dem Hotel 3 Übernachtungen mit Frühstück. Die Zimmer waren sauber und alles ist so wie man es auch erwartet hat. Das Personal ist super nett und hilfsbereit wie es für Vietnamesen üblich ist. Beim Frühstück darf man keine Wunder erwarten. Die gängigen Sachen wie Ei, Schinken, Toast und Obst bekommt man natürlich so dass man nicht meckern kann. Am besten ist der Frühstücksraum der direkt im freien am Wasser ist. Wir konnten beim Essen eine einmalige Aussicht genießen. Die meisten Touristen im Hotel kamen aus Russland die den ganzen Tag am Strand ihren Vodka getrunken haben. Es war eher lustig als störend da das Hotel ansonsten relativ leer war. Der Strand war sauber und baden konnte man sehr gut bei klarem Wasser. An der Strandbar konnte man jeden Abend bei einem Saigon-Bier den Sonnenuntergang beobachten und die Füße ins Wasser halten. Bezahlt haben wir etwa 45 € pro Tag für den Bungalow. Unser ersten Ziel war das Peppercorn Beach Resort was aber bei 150 € die Nacht all unsere Punkte nicht erfüllte.

 

Sea Star Resort Frühstücksraum
Sea Star Resort Frühstücksraum
Sea Star Resort Strand
Sea Star Resort Strand
Alte Rezeption vom Sea Star Resort
Alte Rezeption vom Sea Star Resort
Sea Star Resort Bungalows
Sea Star Resort Bungalows
Sea Star Resort Strand bei Nacht
Sea Star Resort Strand bei Nacht

Tourismusentwicklung auf Phu Quoc

Wir haben relativ wenig Touristen auf der Insel gesehen was uns echt erstaunte. Wir hatten damit gerechnet das wir regelrecht überlaufen werden. Dies war nicht so obwohl die Insel der erste Anlaufpunkt für Strandurlaub in Vietnam ist. Wir waren also positiv überrascht in der Hauptsaison relativ entspannt am Strand laufen zu können. Wenn man sich allerdings die großen Projekte wie der neuer Flughafen, den Straßenbau und die unterschiedlichen neuen Hotelanlagen betrachtet, dann ahne ich schlimmes für die Insel in den nächsten 5 Jahren. Wälder werden gerodet um Golfplätze für Superreiche zu errichten. Einheimische Fischerdörfer an der Küste werden umgesiedelt um 4 bis 5 Sterne Hotels zu errichten. Bei all dem blutet mir das Herz und wir waren froh die Insel noch in dem relativ natürlichen Zustand gesehen zu haben.

Neue Golfanlage im Norden der Insel
Neue Golfanlage im Norden der Insel
Abrodung des Waldes für Hotels und Straßen
Abrodung des Waldes für Hotels und Straßen

Zusammenfassung und Bewertung

  • Damit Ihr was von der Insel steht mietet euch unbedingt ein Moped. Es lohnt sich! | 5 von 5 Sternen
  • Die Strände können sich wirklich sehen lassen. Oft sind sie Menschenleer und man kann wundervoll baden. Tipp! ist der Bai Kem Strand | 4 von 5 Sternen
  • Die Stadt Duong Dong bietet am meisten Leben, gutes Essen und ein tollen Hafen. Sonst ist leider nicht viel Sehenswertes vorhanden | 3 von 5 Sternen
  • Den Nachtmarkt sollte man einmal mitgemacht haben. Sehr bunt und voller Leckereien | 4 von 5 Sternen
  • Wir haben immer gut gegessen auf der Insel. Geht am besten in kleinen einheimische Restaurants so spart Ihr Geld | 5 von 5 Sternen
  • Das Sea Star Hotel war sehr gut für sein Preis und lag zur Hauptstadt genau richtig  | 4 von 5 Sternen
  • Es ist schade das in Zukunft auf so viel Massentourismus gesetzt wird. Aktuell ist es aber noch nicht so von daher schnell sein!

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Die ganze Schönheit der Phu Quoc Insel und ein tollen Eindruck bekommt Ihr über dieses YouTube Video:

 

Bewertung der Reise-Erfahrungen & Insider-Tipps unserer Leser
[Gesamt: 24 Durchschnitt: 3.9]

8 Comments

  1. Vielen Dank für die tolle Berichterstattung von der Insel. Ich suche aktuell eine kleine Insel die wir nach der Vietnamrundreise besuchen können um noch etwas am Strand zu entspannen. Mich schrecken diese ganzen neuen großen Hotels ab und ich hab eher angst, dass man keine ruhigen Plätze mehr bekommt. Eine Überlegung wäre auch von Saigon aus nach Thailand zu fliegen da es dort doch einige tolle Inseln zum Baden gibt. Nach euren ganzen erkundschaften gibt es ja einiges dort zu sehen. Besonders gefällt mir der Sao Beach mit dem traumhaft weißen Sandstrand. Evtl werde ich mal schauen ob es da ein paar tolle Hotels gibt.

    Bis jetzt kennen wir nur Malaysia als asiatischen Land. Ich gehe aber davon aus, dass Vietnam sehr ähnlich sein wird und die Menschen super nett sind. Aufjedenfall gab es ein tollen Eindruck von Phu Quoc mit den ganzen Bilder.

  2. Mein Mann und ich sammeln gerade Sehenswürdigkeiten was man alles auf dieser Insel erkunden kann. Ende Februar geht es für 2 Wochen auf die Insel. Wir haben allerdings bewusst ein Hotel an der Nordküste gewählt weil es dort ruhiger sein soll. An der Süd-Westküste sind so viel Hotels und Touristen, dass man kaum die idyllische Insel genießen kann. Wie ist die Verkehrslage auf der Insel? Ist es gefährlich mit dem Motorrad zu fahren?

    1. Hallo Kristin,

      Glückwunsch zur Reise nach Phu Quoc. Ihr habt eine gute Wahl getätigt. Zu deiner Frage. Die Verkehrslage abseits der Hauptstraße die von Nord nach West führt ist sehr ruhig. Gerade an den Küsten gibt es wenig Verkehr. Da der Hafen für Warengüter und Fischerei am westlichen Zipfel liegt ist der Verkehr dort am stärksten und konzentriert stark. Euer Hotel liegt ja im Norden wodurch Ihr freie Fahrt habt. Zumindest war das 2015 noch so. Auf der Insel wird so viel gebaut, dass es sich schnell ändern kann.

      Dass ein Hotel im Norden ruhiger ist kann ich unterstreichen obwohl es an der Südküste nicht so schlimm ist wie du es vielleicht Gelesen hast. Bedenke aber dabei, dass die Anfahrtswege zu den Sehenswürdigkeiten dann täglich relativ lang werden. Die Insel ist größer als am Anfang denkt. Um zum Beispiel Richtung Sao Beach zu kommen müsst Ihr mindestens mit einer Anfahrt von 2 Stunden rechnen da die Straßen teilweise sehr holprich waren. Da ein Großteil der Highlights im Süden liegt ist der Norden nicht unbedingt der beste Startpunkt um Sightseeing zu machen.

  3. Ich bin begeistert von den wunderbaren Reiseberichten über Vietnam! Sie entsprechen genau meinen Interessen und dem was ich entdecken will. Wir werden im Dezember und Januar nach Vietnam reisen und sind gerade in der Planung.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr uns ein paar Fragen beantworten könntet:
    Wie lang habt ihr denn für diese Route gebraucht und habt ihr alles im Voraus gebucht? Ich habe auch gelesen, dass ihr meinst mit Tourguides per Auto unterwegs gereist seit. Wie sieht das preislich in Vietnam aus?

    Viele Grüße

    1. Hallo Amelie,
      vielen Dank für dein Feedback. Gerne helfe ich dir bei der Planung deiner Reise. Wir waren etwa 13 Tage in Vietnam auf Rundreise und haben alles im Vorraus über den Vietnam spezialisten Kim Nguyen-Vietnam Tours (kim-tours.de) gebucht. Preislich liegt Vietnam im mittleren Preisrahmen für Asien. Teurer als Thailand aber billiger als Myanmar. Wir waren insgesamt 22 Tage mit Kim Tours unterwegs und hatten noch Kambodscha + Phu Quoc auf dem Programm.

      Gruß Rico

  4. Vielen Dank für die ausführliche Schilderung deiner Reise 🙂 Mein Freund und ich werden Ende März auf Phu Quoc sein und wollen, nachdem wir dann drei Wochen durch das Land gereist sind, noch ein paar entspannte Tage an einem schönen Strand verbringen. Natürlich wäre es aber auch wünschenswert, noch was mehr von der Insel zu sehen. Nun ist es so, dass wir leider beide gar nicht erprobt sind, was auto- oder rollerfahren angeht – wird es für uns trotzdem möglich sein, die Insel auf andere Weise etwas zu erkunden? Wie schätzt du die Lage ein? Insgesamt frage ich mich, wie frei man in Vietnam Ausflüge Unternehmen kann, wenn man auf das Rollerfahren verzichtet. Es wäre so toll, könntest du mir von deinen Erfahrungen berichten!

    Beste Grüße,
    Anna

    1. Hallo Anna,

      auf Phu Quoc ist der Roller die beste Wahl um alles einmal zu sehen sowie unabhängig zu sein. Das fahren ist super entspannt und die leute sind sehr nett sowie hilfsbereit. Solltet ihr euch es doch nicht trauen, könnt ihr euch natürlich auch ein Auto mit Fahrer oder Taxi nehmen. Hier kommt ihr zu den größten Stränden und Sehenswürdigkeiten allerdings nicht zu den verteckten Stränden welche meist die besten sind. Ich rate euch es einfach mal zu versuchen. Solltet ihr euch nach den ersten Metern immer noch unsicher fühlen, könnt ihr immernoch umsteigen. Wir selber saßen vor Phu Qouc auch noch nie auf einen Roller und sind direkt super damit zurechtgekommen. Viel Spass auf der Insel.

      Gruß Rico

  5. Hallo Rico,
    ich finde deinen Reisebericht über die Insel Phu Quoc super! Die Fotos sind auch toll geworden! Ich habe den Text mit Nostalgie gelesen. Meine Familie und ich waren in Nebensaison auf der Insel, so haben wir auch nicht viele Touristen gesehen. Einiges hat sich aber dort verändert. Hotelketten bauen ihre Luxusanlagen am Khem Beach, der Sao Beach war voll mit Müll. Unser Hotel war am Long Beach. Für unsere Tochter war der Strand perfekt.

    Ich sage es , dass es sich lohnt, nach einer Vietnam-Rundreise eine Auszeit auf der Insel zu nehmen. Es gibt immer noch weniger Touristen, als z. B. in Thailand, und es gibt hier auch vieles Entdecken. Das liest man auch in deinem Artikel.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit dem Blog, und gute Reise!

    Viele Grüße,
    Ildi

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